«aifach gspunna»

Mehr als nur Capuns: So will sich Graubünden an der Olma präsentieren

Philomena Koch, 28. September 2022, 16:28 Uhr
Heute Mittwoch haben Veranstalter und der Gastkanton Graubünden über die geplante Umsetzung der 79. Olma informiert – «die sechste Jahreszeit». Neben dem Kult-Angebot stehen ab dem 13. Oktober auch Innovationen bei der Mobilität und der Ernährung auf dem Programm.

Quelle: FM1Today/Philomena Koch/Yasmin Stamm/Dario Brazerol

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Traditionell, genussvoll und tierisch soll sie werden, die 79. Olma. Ab dem 13. Oktober heisst es in St.Gallen «aifach gspunna!». Zumindest präsentiert sich der diesjährige Gastkanton Graubünden unter diesem Motto an der Messe. Am Mittwoch haben Veranstalter und der Kanton Graubünden über die verschiedenen Angebote informiert, welche die Besucherinnen und Besucher an der Messe erwarten dürfen.

Elektro-LKW und «Planted Foods»

2022 sind die Einschränkungen Vergangenheit: Vom 13. bis zum 23. Oktober findet die Olma mit dem vollen Programm statt. Neben Angeboten wie dem «Säulirennen», der Weindegustation und der Olma Bratwurst gibt es in diesem Jahr verschiedene Sonderschauen mit dem Schwerpunkt Innovation.

So werden in der Halle 9.0 neue Fahrzeugtypen vorgestellt, die mit Gas, Wasserstoff, Strom oder Benzin betrieben werden. Präsentiert werden auch ein Elektro-LKW sowie ein wasserstoffbetriebenes E-Bike, teilen die Veranstalter mit.

Die Olma möchte zudem Nachhaltigkeitsthemen eine Plattform bieten. In einer weiteren Sonderschau «Erlebnis Nahrung» geht es um Fleischersatzprodukte, neue Landwirtschaftsmethoden oder um die Esskultur. Vorgestellt werden ETH-Start-ups, wie etwa das Unternehmen «Planted Foods», das pflanzenbasiertes «Fleisch» entwickelt hat oder «Yasai», eine Firma, die sich dem «vertikalen Ackerbau» verschrieben hat.

Es wird verschiedene Sonderschauen an der Olma geben, so auch zum Thema Nahrung.

© Olma Messen

In Bezug auf die Energiekrise betonen die Olma Messen, dass sie gewisse Massnahmen getroffen haben, um den Verbrauch etwas einzuschränken. «Wir haben uns intensiv Gedanken dazu gemacht. Wir werden achtsam mit der Energie umgehen, weniger Lichter benutzen und weniger heizen», sagt Olma-Messen-Direktorin Christine Bolt.

Zum vierten Mal dabei

Die Olma ist für den Kanton aber alles andere als Neuland. Graubünden ist einer der Gründerkantone und gehört somit zu den Wurzeln der Messe. Nun tritt der Kanton zum vierten Mal als Gast auf – das letzte Mal im Jahr 2003. Durch die geografische Nähe hoffen die Veranstalter auf viele Bündner Gäste. «Ich freue mich auf die vielen Bündnerinnen und Bündner bei uns auf dem Gelände», sagt Christine Bolt. Diese Wertschätzung beruht auf Gegenseitigkeit. «Wir haben einen guten Austausch mit dem Kanton St.Gallen und schätzen die Beziehung zwischen den beiden Kantonen als sehr gut und gesund ein», sagt der Graubündner Regierungspräsident, Marcus Caduff.

«Die kleine Schweiz der Schweiz»

Daneben wird es in diesem Jahr Capuns geben, viel Capuns. Als Gastkanton wird Graubünden die Messe mit dem traditionellen Olma-Umzug eröffnen und nimmt die weltweit längsten Capuns aus der Heimat mit. 17 Meter Bündnertradition sollen an die Gäste verteilt werden. Das sorge für Aufmerksamkeit und sei etwas Einzigartiges, sagt Marcus Caduff. «Wir möchten einen sympathischen Kanton präsentieren und den Besucherinnen und Besuchern zeigen, was wir alles haben – bekannte wie auch unbekannte Dinge», so Caduff. «Ich glaube, wir in Graubünden sind wirklich eine kleine Schweiz innerhalb der Schweiz und haben dementsprechend viel zu bieten.»

Der Gastkanton Graubünden möchte sich vielfältig an der Olma präsentieren.

© Olma Messen

Möglichst vielfältig möchte sich der Kanton also präsentieren und lädt während der elf Tage zur dreisprachigen Sonderschau «Erlebniswelt Graubünden» ein. Über 100 verschiedene spannende Persönlichkeiten aus Graubünden soll man dort treffen können, heisst es in der Mitteilung. Das Motto «aifach gspunna» soll die Einzigartigkeit des Kantons zum Ausdruck bringen, betont Caduff.

Zum Schluss stellt sich noch eine Frage: Möchte Graubünden mit den längsten Capuns etwas kompensieren oder haben sie noch andere Dinge zu bieten? Du erfährst es im Video.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 28. September 2022 16:13
aktualisiert: 28. September 2022 16:28