Messerangriff – Opfer erliegt Verletzungen

Laurien Gschwend, 6. Februar 2019, 20:46 Uhr
Ein Türke mit krimineller Vergangenheit hat einen Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaft (BH) Dornbirn mit einem Messer attackiert. Das Opfer erlag seinen schweren Verletzungen noch vor Ort.

Der Angreifer sei am Mittwoch gegen 15.15 Uhr mit einem Messer auf den Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaft losgegangen, sagt Susanne Dilp, Mediensprecherin der Landespolizeidirektion Vorarlberg, gegenüber FM1Today. Das Opfer habe so schwere Verletzungen erlitten, dass es noch am Tatort verstorben sei. «Reanimationsversuche blieben leider erfolglos», sagt Dilp. Beim Tatverdächtigen handle es sich um einen 34-jährigen, in Lustenau wohnhaften Mann.

Nachdem der mutmassliche Täter geflüchtet war, konnte er eine halbe Stunde nach dem Angriff beim Kulturhaus in Dornbirn gleich neben der BH angehalten und festgenommen werden.

Trotz Aufenthaltsverbots in Österreich

Am Mittwochabend präzisiert die Landespolizei Vorarlberg ihre Angaben zum 34-jährigen Verdächtigen. Es handle sich um einen Türken, der 1985 in Vorarlberg geboren wurde und hier «zahlreiche kriminelle Delikte» begangen habe. «Ende 2009 wurde ein rechtskräftiges Aufenthaltsverbot gegen ihn erlassen, aufgrund dessen er 2010 das Bundesgebiet verliess», heisst es im Schreiben der Polizei. Später sei der Türke illegal nach Österreich zurückgekehrt – am 7. Januar 2019, also erst vor einem Monat, habe er einen Asylantrag gestellt.

«Sehr tragisches Ereignis»

«Für alle Mitarbeitenden der Bezirkshauptmannschaft handelt es sich um ein sehr tragisches Ereignis», sagt Susanne Dilp. Sie würden psychologisch betreut. Das Landeskriminalamt habe umgehend mit Befragungen begonnen und den Beschuldigten inhaftiert.

Bei der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn handelt es sich um eine Verwaltung für die Orte Dornbirn, Lustenau und Hohenems, wo die Bürger unter anderem Führerscheine, Personalausweise oder neue Pässe beantragen können. Des Weiteren gibt es eine Sozialabteilung.

Hier kam es zur tödlichen Attacke:

Laurien Gschwend
Quelle: LPV/lag
veröffentlicht: 6. Februar 2019 16:26
aktualisiert: 6. Februar 2019 20:46