Ostschweizer Band Ava

Mit viel Synthesizer, aber ohne Gitarre

Patrick Camenisch, 20. September 2019, 12:03 Uhr
Die Band Ava hat spannende und aufregende Tage vor sich. Am Freitag feiert sie in St.Gallen Plattentaufe ihrer Debut-EP und am Samstag gehts weiter nach Zürich. Dort kommt es zum nächsten Highlight. Ava steht im Finale des MyCokeMusic Soundcheck.

Eine Treppe in der St.Galler Innenstadt führt in den Keller, das Licht ist schummrig. Instrumente liegen da, bereit um gespielt zu werden. Es ist der Proberaum der Elektro-Pop Band Ava, bestehend aus Kim, Andy und Nicola. Vor gut einem Jahr haben sich die Musiker zusammengetan und sind seither als Band auf Schweizer Bühnen unterwegs.

Sie stimmen ihren Song «Go Home» an und schon ab dem ersten Takt spürt man, mit welchem Herzblut sie dabei sind. Den drei Musikern stehen mit der Plattentaufe und dem Finale am MyCokeMusic Soundcheck gleich zwei Highlights in ihrer noch jungen Karriere an.

Modern, frisch und elektronisch

Ava klingt lebendig und unverbraucht. «Wir bezeichnen unsere Stilrichtung als Elektro-Pop. Mit viel Synthesizer, aber ohne Gitarre, was für ein paar Leute enttäuschend ist. Wir wollen modern, frisch, elektronisch sein und etwas neues kreieren», sagt die Sängerin Kim über die Musikrichtung.

 

Ava bringt verschiedene Stilrichtungen zusammen. Die drei Bandmitglieder haben unterschiedliche Backgrounds. Aus diesen versucht Ava etwas neues zu entwickeln.

Auf der Debut-EP sind sechs Songs drauf, alle sind gut tanzbar. «Wenn wir neue Songs machen, hat es immer ein treibendes Element drin, einfach ein bisschen minimalistischer. Da sind wir uns als junge Band immernoch am finden», sagt Schlagzeuger Andy. Für Nicola bringt das Schlagzeug den nötigen Drive. 

«Feel Them Listening»

Nun lassen Ava ihr Baby auf die Meute los. Am Freitag findet in der St.Galler Grabenhalle die Taufe von «Feel Them Listening» statt. «Wir haben bei vielen Events im Sommer auf der Startrampe gespielt, nun dürfen wir ein ganzes Konzert nach unseren Wünschen spielen», freut sich Sängerin Kim. 

Ausgelassen feiern kann die Band am Freitagabend aber nicht, denn am Samstag steht das Finale beim MyCokeMusic Soundcheck an. Auf Alkohol wird an der Plattentaufe deshalb verzichtet, gefeiert und angestossen wird dann am Samstagabend.

Die Nervosität steigt

Der MyCokeMusic Soundcheck ist der grösste Newcomer-Musikwettbewerb der Schweiz. Eine Jury bestimmt die Halbfinalisten, die Finalisten wurden per Voting erkoren. Zu gewinnen gibt es ein Preisgeld von 20'000 Franken und ein Jahr lang professionelle Unterstützung.

Entsprechend glücklich ist die Band, am Finale dabei zu sein. «Aber langsam steigt auch die Nervosität», sagt Nicola. Dennoch, die Band fühlt sich bereit. Konnte sie doch über den Sommer viel Live-Erfahrung sammeln. 

Übrigens: Der Bandname Ava entstand per Zufall beim Fondueessen in einem Appenzeller Bauernhaus. Die Fonduegabeln lagen so auf dem Tisch verstreut, dass sie wie drei Buchstaben aussahen und den Namen Ava bildeten.

Patrick Camenisch
Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 20. September 2019 11:00
aktualisiert: 20. September 2019 12:03