Motocross Amriswil muss über die Bücher

26. September 2017, 20:59 Uhr
Es war eine düstere Ausgabe für die Veranstalter des 56. Motocross Amriswil. Erstmals wurden Zuschauer verletzt, darunter ein sechsjähriger Bub schwer. Die Staatsanwaltschaft untersucht, ob das Rennen genügend sicher ist.
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Vier Mal musste sich die Rega am vergangenen Wochenende um Fahrer kümmern, die sich am Motocross Amriswil verletzt hatten. Zum ersten Mal in der Geschichte des Motocross-Rennens wurden zudem ein neun- und ein sechsjähriger Bub sowie deren Mutter verletzt - sie waren am Samstag als Zuschauer am Anlass. Der sechsjährige Bub liegt noch heute mit einer Hirnerschütterung im Spital.

«Mussten schon Schlimmeres verarbeiten»

«Dieses Jahr war der Wurm drin», sagt Bruno Siegenthaler, PR-Chef des Thurgauer Events, gegenüber TVO. «Aufgrund der Haftpflichtschaden» handle es sich um ein düsteres Motocross-Jahr. Aber: «Wir haben schon schlimmere Fälle verarbeiten müssen.»

Verbände hatten keine Bedenken

Die Staatsanwaltschaft untersucht nun, ob im kommenden Jahr schärfere Sicherheitsmassnahmen nötig sind. Laut Philipp Kempf, Vizepräsident des Schweizerischen Auto- und Motorradfahrer-Verbandes (SAM), wurden die Amriswiler Pisten aber auch in diesem Jahr nach zwei verschiedenen Standards abgenommen. «Beide Verbände bezeichneten die Pisten als sicher. Es waren keine Bedenken da, dass ein Unfall passieren könnte.» Ein Restrisiko sei allerdings nie auszuschliessen. «Wir werden über die Bücher gehen und schauen, ob wir auf 2018 einen höheren Sicherheitsstandard gewährleisten können.»

Quelle: red.
veröffentlicht: 26. September 2017 20:38
aktualisiert: 26. September 2017 20:59