Ostschweizer Bergbahnen

Nach Wetterglück und Rekordbesucherzahlen: 70 Prozent mehr Umsatz

10. Februar 2022, 18:29 Uhr
Dank des schönen Wetters und Rekordbesucherzahlen schreiben die Ostschweizer Bergbahnen eine Umsatzsteigerung von rund 70 Prozent im Vergleich zum letzten Jahr. Die Bergbahnen Kronberg und Flumserberg sind erleichtert und schauen positiv in die Zukunft.

Quelle: tvo

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Laut dem Verband Seilbahnen Schweiz verzeichnen die Ostschweizer Bergbahnen seit Beginn der Saison deutlich mehr Umsatz als im letzten Jahr. Rund 70 Prozent mehr erwirtschaften sie voraussichtlich. Die Gründe dafür sind schnell gefunden.

Erleichterung und Belohnung zugleich

«Man kann schon sagen, dass sich die Seilbahn nach dem Coronajahr 2020 sehr gut erholt hat», sagt der Geschäftsführer der Bergbahn Kronberg Felix Merz. Besonders nach den Einschränkungen im letzten Jahr setzte eine Art Natur-Trend ein. «Die Leute wollen nach Corona wieder raus in die Natur, das spüren wir deutlich», erklärt Merz. Es sei eine Erleichterung, aber auch eine Belohnung für die harte Arbeit.

Das Wetter half kräftig mit

Den Trend, vermehrt in die Natur zu gehen, spürt auch das Wintersportgebiet Flumserberg. «Einzelne stabile, sonnige Hochs über mehrere Tage bescherten uns frequenzstarke Tage, diese wurden nur durch wenige «Wetterstörungen» getrübt», schreibt Katja Wildhaber, Mitglied der Geschäftsleitung Flumserberg. Auch ihre Zwischenbilanz dieser Saison sieht im Moment gut aus. Es sei aber noch nichts definitiv und könne sich jederzeit noch verändern.

Zahlen stehen im Vergleich zum Coronajahr

Beim Regionalverband der Ostschweizer Bergbahnen relativiert man das grosse Umsatzwachstum. «Die Zahlen stehen im Vergleich zum Vorjahr und damals mussten wir wegen Corona unsere Wintersportgebiete schliessen», sagt Roger Walser, Geschäftsführer des Regionalverbands. Die Schliessung sei für die Bergbahnen hart gewesen und viele hätten Existenzängste gehabt.

Um so mehr freut sich auch der Regionalverband über die guten Zahlen. «Es ist natürlich eine grosse Belohnung für die Bergbahnen, die in dieser schweren Zeit viel geleistet haben», sagt Walser.

Andere Regionen verzeichnen nur teilweise mehr Umsatz

Nach Regionen zeigte sich eine uneinheitliche Entwicklung. Den stärksten Zuwachs zum Vorjahr verzeichneten die Ostschweiz (Umsatz +71 Prozent) und die Zentralschweiz (+50 Prozent). Beide waren im Winter 2020/21 stark von Schliessungen ihrer Skigebiete betroffen. Zu den Gewinnern zählt der Seilbahn-Verband zudem Graubünden (+40 Prozent) und das Berner Oberland (+42 Prozent).

Dagegen stieg der Umsatz in den Waadtländer und Freiburger Alpen lediglich um 10 Prozent. Und die Region Arc jurassien schnitt gar deutlich schwächer ab (-37 Prozent) als im letzten Winter. Zurückzuführen sei dies auf die milden Temperaturen, so der Schweizer Seilbahn-Verband.

Zuversichtlich in die Zukunft

«Der Trend in die Natur zu gehen, bleibt sicher auch dieses Jahr bestehen», sagt der Geschäftsführer der Bergbahn Kronberg Felix Merz und schaut positiv in die Zukunft. Entscheidend sei nun das Wetter. Das sieht auch Katja Wildhaber, Mitglied der Geschäftsleitung Flumserberg so: «Wir sind zuversichtlich, dass sich der positive Trend weiter fortsetzen wird und hoffen weiterhin auf das notwendige Wetterglück.»

Die Vollständige Bilanz und den endgültigen Umsatz zeigt sich erst nach Abschluss der aktuellen Saison. Das dürfte etwa Mitte April der Fall sein.

(noh)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 10. Februar 2022 18:29
aktualisiert: 10. Februar 2022 18:29