Neuer Imagefilm: Stadtpolizisten erzählen ihre Story

Laurien Gschwend, 12. Januar 2017, 17:04 Uhr
Unter dem Titel «Mittendrin - mein Einsatz» präsentiert die Stadtpolizei St.Gallen am Donnerstag ihren neuen Imagefilm. Die Protagonisten sind keine Schauspieler, sondern Stapo-Beamte. Zeigen möchte man, dass unter jeder Uniform auch ein Mensch steckt.

«Im siebenminütigen Streifen wird keine Ausnahmesituation, sondern der ‹normale› Stadtalltag zwischen Urbanität und Tradition gezeigt», verkündet die Stadtpolizei St.Gallen am Donnerstagmorgen in einer Mitteilung. Die Beamten seien immer dann, wenn man sie brauche, im Auftrag von Sicherheit und Ordnung unterwegs, «was sich ungemein auf die Lebensqualität in der Stadt St.Gallen auswirkt», zeigt sich Kommunikationschef Roman Kohler überzeugt.

Alltag von Fabienne und Christoph

Das neue Youtube-Video beginnt mit der Polizistin Fabienne, die eine Jogging-Runde von den Drei Weieren über den Freudenberg unternimmt. «Einsatz. Alles geben, das ich kann. Das ist etwas, das mich schon immer angetrieben hat», ertönt ihre Off-Stimme.

«Schön ist es, das Leben. Aber auch immer schön gefährlich», findet ihr Kollege Christoph. Manchmal blende es eben und man habe tausend Sachen im Kopf. «Es braucht nicht viel, und das Leben verändert sich auf einen Schlag.» Gut, sagt er sich, gibt es in solchen Momenten Leute, die wissen, was zu tun ist.

Kosten für Imagefilm halbiert

Von ersten Workshops bis zum fertigen Imagefilm habe man etwa ein Jahr und rund 35'000 Franken investiert, so Roman Kohler. Das alte Porträt aus dem Jahr 2011 habe 14 Minuten gedauert und doppelt so viel gekostet. Damals habe man noch viel Wert darauf gelegt, Zahlen und Fakten zu präsentieren, «diesmal sind wir subtiler vorgegangen». Mit emotionalen Storytelling-Elementen wolle man aufzeigen, wie stark die Menschen bei der Stapo mit der Stadt verbunden seien.

Das neue Video soll an Führungen, auf den hauseigenen Screens, an Messen und online, unter anderem auf Social Media, gezeigt werden. Neben der langen, siebenminütigen Version, sollen bald auch einzelne, kurze Sequenzen gezeigt werden können.

Beide Geschlechter zeigen

Man habe sich einerseits aufgrund der hohen Kosten gegen professionelle Schauspieler und Sprecher im Video entschieden. «Andererseits machen unsere Mitarbeiter und ihre Stimmen das Video authentischer», findet Kohler. Es sei schnell klar gewesen, dass man zwei Protagonisten, und zwar beider Geschlechter, einsetzen wolle. «Schliesslich haben wir bei uns einen Frauenanteil von knapp 34 Prozent.»

«Kein Hollywood-Spot»

«Wir sind uns schon bewusst, dass es sich beim Imagefilm nicht um einen Hollywood-Spot handelt», sagt Kohler und lacht. Gemeinsam mit dem St.Galler Regisseur Martin Fuchs sei aber ein tolles Ergebnis entstanden, womit er sehr zufrieden sei. «So schöne Aufnahmen von der Stadt habe ich selten gesehen», so der Kommunikationsverantwortliche. Bis jetzt habe er viele Komplimente entgegennehmen können. «Auch die Grenadiere, die normalerweise in ‹ruppigen› Situationen auftreten, fanden den Streifen super.»

Laurien Gschwend
veröffentlicht: 12. Januar 2017 16:25
aktualisiert: 12. Januar 2017 17:04