1. April

Neues Wappen und heisser Bankomat: Das sind die Ostschweizer Aprilscherze

01.04.2024, 17:52 Uhr
· Online seit 01.04.2024, 15:53 Uhr
Scherze gehören zum 1. April wie das Ei zu Ostern. Auch in diesem Jahr haben wieder einige Unternehmen in die Witzkiste gegriffen. Wir haben eine Übersicht.
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Am Narrentag muss man die Zeitungen und Mitteilungen von Unternehmen genau unter die Lupe nehmen. Schliesslich ist es kein Geheimnis, dass an diesem besonderen Tag die «Enten» gerne ausfliegen. Wir haben eine Übersicht für dich zusammengestellt.

Appenzeller Bier setzt auf Weiblichkeit

Appenzeller Bier promotet auf Social Media ein neues Bier, welches «nichts für Anfängerinnen» ist. Im Posting ist eine Brandlöscher-Bierflasche in stylischem Pink mit der Aufschrift «Brandlöscherin» zu sehen. Es soll dank Röst- und Karamellmalz für einen Hauch von Gummibärchen im Gaumen sorgen. In den Kommentaren wird der Witz aber sehr schnell erkannt. Obwohl die Gummibärchen-Note sicher interessant wäre.

Neues Wappen für Altstätten

Auch in Altstätten hat sich die Touristeninformation einen Spass erlaubt. Sie hat kurzum neue Gemeindewappen gestaltet – mit dem Wolf als Wappentier. Auf der Website findet man auch eine Begründung: «Das Wappen muss laut eigener allgemeiner Gemeindeordnung und der Altstätter Schutzverordnung, Artikel 10 Absatz 2l, neu gestaltet werden.» Denn zum einen wurde das bisherige Wappentier, der Bär, mindestens 100 Jahre nicht mehr auf Altstätter Boden gesichtet. Die zweite Bedingung: Sollte sich frühestens 100 Jahre nach der letzten Begegnung mit einem freien Bären ein anderes Raubtier frei auf Altstätter Gebiet bewegen, so übernimmt dieses Raubtier automatisch den Platz auf dem Wappen. Und der Wolf wurde erst vor kurzem nachgwiesen, also erbt er den Platz.

SGKB mit heissem Gerät

Auch die St.Galler Kantonalbank hat sich einen Scherz erlaubt – und sich beim Design bei unseren Freunden von TVO bedient. Die Geschichte ist aber tatsächlich «heiss». Man habe einen neuen Bankomat in Betrieb genommen, der das Geld auf 200 Grad erhitzt, damit Keime und Bakterien abgetötet werden.

Frühlingsputz im Musikprogramm

Der St.Galler Ausbildungs-Radiosender Toxic.fm auf Instagram einen Kurswechsel angekündigt. Man wolle das Musikprogramm einem Frühlingsputz unterziehen und neu ausrichten. Neu soll nur noch Schlager laufen. Angekündigt wird dies im Videos von Schlagergrössen wie beispielsweise Roberto Blanco. Bei den Angestellten kommt der Scherz nicht so gut an – zumindest nicht, bis er aufgelöst wurde.

Mit der Kuh in den Zug

Auch Ostwind hat sich einen Aprilscherz erlaubt. Und zwar ist es in der Ostschweiz ja nicht unmöglich, dass man im Zug einer Kuh begegnet. Damit man auch weiss, wo man mit dem Tier einsteigen kann, hat Ostwind extra die Beschriftungen am Bahnhof angepasst.

SBB setzt auf Zug-Radio

Die SBB lancieren mit «SBB on air» einen Radiosender in den Zügen. Ab dem 22. April präsentiert der über DAB+ streambare Sender beste Eisenbahn-Songs, aktuelle Bahnverkehrsinfos sowie wissenswerte Informationen über den öffentlichen Verkehr und über die Geschichte und Entwicklung des Eisenbahnwesens, wie das Bahnunternehmen auf der Plattform X mitteilte. Gemäss einer Umfrage würden viele Fahrgäste während ihrer Zugreise für Musik Kopfhörer tragen und so teils wichtige Zugdurchsagen verpassen. Der SBB-Radiosender will da Abhilfe schaffen. Falls sich das Konzept bewähre, überlegen sich die SBB, das Programm um streckenbezogene Spezialinhalte zu ergänzen.

Wandern wird olympisch

Das in der Schweiz beliebte Wandern soll eine olympische Disziplin werden. Im Sommer 2024 werde Wandern vom Organisationskomitee der Olympischen Sommerspiele offiziell als neue Disziplin vorgestellt, berichtete die Dachorganisation Schweizer Wanderwege. Die beliebte Sportart werde an einem Demonstrationswettbewerb für die langfristige Aufnahme in den Wettkampfkatalog getestet. Auf Schweizer Wanderwegen sind jährlich über vier Millionen Wanderinnen und Wanderer unterwegs.

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Steuer für Trendwörter

Die Partei für Rationale Politik, Allgemeine Menschenrechte und Teilhabe Parat hat die Idee für die Einführung einer Lenkungsabgabe auf den Gebrauch von Trendwörtern - sogenannten Buzzwords - lanciert. Die Abgabe soll Anreize schaffen, den «inflationären Gebrauch» von Schlagworten wie «Digitalisierung», «Nachhaltigkeit», «Resilienz» und «Inklusion» zu minimieren, wie die Partei mitteilte. Die Massnahme ziele darauf ab, die Qualität in politischen Debatten zu erhöhen und gleichzeitig den nachhaltigen Einsatz von Sprache zu fördern. Die Abgabe soll durch KI-Technologien erhoben werden und Parteien zugute kommen, die sich für einen «Buzzword-freien» Diskurs einsetzen.

Mini-Velos für die Polizei

Die Stadtpolizei Winterthur ersetzt laut eigenen Angaben per sofort über 20 Jahre alte Kleinwagen der Quartierpolizei in einem Pilotversuch durch klimafreundliche Leichtmotorfahrräder. Mit den Gefährten, die aussehen wie Kindervelos, wollen die Beamtinnen und Beamten noch bürgernaher in den Winterthurer Quartieren unterwegs sein. Tempoexzesse müssen sie nicht fürchten: Die mit Strom betriebenen Zweiräder haben eine Maximalgeschwindigkeit von 20 Km/h. Die Zweiräder könnten innert weniger Sekunden zusammengeklappt und wie ein Koffer gezogen werden, hiess es. Dies ermögliche den Polizistinnen und Polizisten auch spontane Fusspatrouillen in ihren Quartieren.

Schloss Haldenstein soll Solardach erhalten

Die «Südostschweiz» schickte ihre Onlineleser mit einer Solarprojekt-Idee in den April. Im Kanton Graubünden stiessen einige hochalpine Grosssolarprojekte auf Widerstand, zuletzt jenes im Skigebiet Splügen-Tambo. Nun sollen grössere Bauten ins Visier genommen werden. So plane die Stadt Chur vorerst, das Dach des historischen Schlosses Haldenstein mit Solarpanels zu bedecken. Die Dachfläche des Baudenkmals sei ausreichend gross und die alten Ziegel würden den Stadtpräsidenten von Chur optisch schon länger stören.

Häftlinge schreiben Aprilscherze

Das Nachrichtenportal Ajour.ch verriet, was viele Menschen nicht wüssten: Ein grosser Teil der 1.-April-Scherze stammt demnach aus dem Seeland. Genauer: aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Witzwil BE. Dort könnten die Insassen an einem jeweils dreimonatigen Sonderprogramm teilnehmen und sich unter kundiger Anleitung im Verfassen von Aprilscherzen üben. Diese jährlich über hundert Scherze würden dann in der ganzen Schweiz zum Verkauf angeboten. «Seit Bestehen dieses Programms konnten wir unseren Anteil am Schweizer Aprilscherz-Markt auf über 50 Prozent steigern», verriet Anstaltsdirektor Balz Bütikofer dem Portal.

(mma/sda)

veröffentlicht: 1. April 2024 15:53
aktualisiert: 1. April 2024 17:52
Quelle: FM1Today

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