Ostschweiz

Nicht gut, nicht schlecht: Tourismus zieht erste Bilanz

20. August 2021, 19:37 Uhr
Nicht nur die Coronapandemie, auch das schlechte Wetter hat diesen Sommer geprägt. Der Ostschweizer Tourismus zieht nach den Schulferien eine erste Bilanz.
Corona und das schlechte Wetter: Der Ostschweizer Tourismus zieht eine erste Bilanz nach den Sommerferien.
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Das Wetter gegen Ende der Woche liess sich nicht lumpen. Strahlender Sonnenschein und kaum ein Wölklein am Himmel. Zahlreiche Schweizerinnen und Schweizer zog es darum an den Bodensee – und damit auf die Autofähre nach Friedrichshafen.

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Quelle: tvo

SBS hält sich wacker

Nach dem schwierigen Start im Frühling läuft der Fährbetrieb der Schweizerischen Bodenseeschifffahrt (SBS) jetzt im Spätsommer so gut wie schon lange nicht mehr. Gegenüber dem Vorjahr seien es 40 Prozent mehr Gäste, sagt Markus Wilda, Leiter Verkauf und Marketing SBS: «Natürlich ist es keine normale Saison, wie wir sie uns gewünscht hätten. Nichtsdestotrotz sind wir zufrieden mit der Entwicklung.»

Die Hoffnung auf einen normalen Sommer 2022 seien intakt. Trotz der guten Entwicklung ist das Niveau allerdings immer noch 40 Prozent unter dem von 2019. Hauptfaktoren waren ständig wechselnde Corona-Massnahmen und das Ausbleiben von deutschen Gästen.

Ostschweizer Ferienhotels auf dem Vormarsch

Richtig gut läuft es hingegen den Ostschweizer Ferienhotels. Diese fokussierten sich bereits früh auf Gäste aus dem eigenen Land und profitieren nun von einem regelrechten Boom. «Die Ostschweiz war in den letzten Jahren nicht allzu bekannt. In der Ostschweiz die Ferien zu verbringen, ist aber zu einem neuen Trend geworden», sagt Alexandre Spatz, Präsident Hotellerie Ostschweiz. Grund dafür ist die Mund-zu-Mund-Propaganda, so Spatz: «Ich gehe davon aus, dass wir vor einer neuen Art Tourismus in der Ostschweiz stehen.»

Stadthotels trotzen dem schlechten Wetter

Nicht ganz so rosig sieht es in den urbanen Gefilden der Ostschweizer Kantone aus. Insbesondere Stadthotels in St.Gallen leiden unter dem Ausbleiben von internationalen Touristen und Reisegruppen. Dafür sei die Stadt weniger abhängig vom Wetter, sagt Tobias Treichler, Vizedirektor von St.Gallen-Bodensee Tourismus: «Gerade in der Stadt, wo vieles auch im Innern stattfinden kann, ist der Regen nicht so ein Thema.»

Das Bedürfnis nach Ferien ist bei den Schweizerinnen und Schweizern also genügend gross und kann der Pandemie und dem schlechten Wetter durchaus trotzen. Das Niveau von vor Corona ist aber noch lange nicht erreicht.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 20. August 2021 19:28
aktualisiert: 20. August 2021 19:37
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