Noch nie war die Verschuldung so tief

Lara Abderhalden, 11. Januar 2017, 09:42 Uhr
Symbolbild
Symbolbild
© KEYSTONE/Christian Beutler
Den St.Galler Gemeinden geht es gut. Erstmals überhaupt liegt die Pro-Kopf-Verschuldung unter der 1000-Franken-Marke. Viel Geld stecken die Gemeinden in die Bildung und in die Sozial Wohlfahrt.

Das 2015 war finanziell ein gutes Jahr für die St.Galler Gemeinden. Aus dem Rechnungsabschluss geht hervor, dass die Gemeinden mit 126 Millionen Franken einen deutlich höheren Ertragsüberschuss aufweisen können als im Vorjahr. Der aktuelle Ertragsüberschuss wurde hauptsächlich für Abschreibungen und Vorfinanzierungen gebraucht. Am meisten verdient hat die Gemeinde Tübach. Der Reingewinn lag dort bei 1'838 Franken pro Kopf. Den höchsten Aufwand pro Einwohner oder Einwohnerin erzielte Buchs. Dort gab es einen Aufwandüberschuss von 204 Franken pro Kopf.

Pro-Kopf-Verschuldung auf Tiefstwert

Die guten Zahlen wirken sich auch auf die Pro-Kopf-Verschuldung aus. So war die Verschuldung mit 787 Franken pro Einwohner und Einwohnerin erstmal unter der 1000-Franken-Marke. Mit nur knapp 40 Steuerprozent hat die Verschuldung einen neuen Tiefstwert erreicht. Die Gemeinde Oberuzwil konnte mit 4'087 Franken pro Kopf erstmals ein Nettovermögen von über 4000 Franken ausweisen.

Bildung ist am teuersten

Im Jahr 2015 haben die Gemeinden am meisten Geld in den Bereich Bildung gesteckt. Dafür wurden 982 Millionen Franken aufgewendet. Darauf folgt die Soziale Wohlfahrt mit 192 Millionen Franken und Aufwendungen für Bürgerschaft, Behörden und Verwaltung mit 182 Millionen Franken. Diese Aufwendungen haben im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 Millionen Franken abgenommen.

(red.)

 

Lara Abderhalden
veröffentlicht: 11. Januar 2017 09:42
aktualisiert: 11. Januar 2017 09:42