Norovirus geht am OAFF um

Fabienne Engbers, 8. Juli 2017, 13:20 Uhr
Heisse Temperaturen und viel Musik - das ist man am Openair Frauenfeld gewohnt. Dieses Jahr hat sich jedoch ein ungebetener Gast aufs Gelände geschmuggelt: Das Norovirus. Plötzliche Übelkeit und Erbrechen löst das Virus aus. Ein Besucher musste deshalb ins Spital.

«Am Donnerstag wurde bei einer männlichen Person die Norovirus-Erkrankung im Kantonsspital Frauenfeld nachgewiesen», bestätigt Matthias Graf, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, eine Meldung des St.Galler Tagblatts. Die Besucher müssen nun aber nicht in Angst und Schrecken ausbrechen.

Selbstständig ins Spital begeben

Der Mann musste am Mittwoch im Wartebereich des Geländes plötzlich stark erbrechen. Daraufhin hat er sich selbstständig ins Spital begeben. Untersuchungen haben gezeigt, dass er sich mit dem Norovirus angesteckt hatte.

Direkt nach dem Bekanntwerden des Ausbruchs wurden auf dem Openair-Gelände Massnahmen getroffen. «Mitarbeiter des Rettungsdienstes sind informiert, sie müssen Hände und Oberflächen nun noch gründlicher desinfizieren», so Graf. Auch die sanitären Anlagen würden nicht nur gereinigt, sondern auch desinfiziert.

Massnahmen zeigen Wirkung

Offenbar haben die Massnahmen Früchte getragen. Bislang wurden keine weiteren Norovirus-Ansteckungen festgestellt. Dies, obwohl sich einige Besucher mit Magen-Darm-Beschwerden bei den Sanitätern gemeldet haben.

«Es gab rund ein Dutzend Besucher, die sich wegen Magen-Darm-Problem im Sani-Zelt gemeldet haben», sagt Matthias Graf auf Anfrage. Zwei davon hätte man in Spital Frauenfeld gebracht, die restlichen Patienten wurden auf dem Gelände mit Medikamenten versorgt. Bei den beiden, die im Spital behandelt wurden, habe man Untersuchungen durchgeführt. «Die Ergebnisse haben gezeigt, dass die Patienten sich nicht mit dem  Norovirus angesteckt haben», so Graf.

Virus wäre nicht aufzuhalten

Kantonsarztstellvertreterin Agnes Burkhalter schliesst nicht aus, dass sich Personen im Wartebereich angesteckt haben. «Das Norovirus ist nicht aufzuhalten. Es dauert etwa ein bis zwei Tage, bis es abgeklungen ist», so Burkhalter. Wichtig sei es, viel Wasser zu trinken. Zudem rät sie, sich die Hände oft zu waschen und, wenn möglich, zu desinfizieren.

Trinkwasser ist unproblematisch

Erste Vermutungen, dass das Trinkwasser Schuld an den Magen-Darm-Problemen war, weist Matthias Graf zurück. «Das Trinkwasser ist einwandfrei, ansonsten wäre das Ausmass von Erkrankungen um ein Vielfaches höher.»

Fabienne Engbers
Quelle: red
veröffentlicht: 7. Juli 2017 16:12
aktualisiert: 8. Juli 2017 13:20