Corona

Ostschweizer Schausteller bangen um ihre Zukunft

11. Juni 2020, 05:42 Uhr
Die Ostschweizer Schausteller sind verzweifelt: Wegen Corona finden dieses Jahr eine Menge grosser Fester nicht statt. Nun müssen sie ums Überleben kämpfen.
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Quelle: tvo

Die Wega in Weinfelden und das Knabenschiessen in Zürich wurden bereits abgesagt, die Olma-Kilbi steht noch auf der Kippe. «Finanziell gesehen, ist die Olma oder das Knabenschiessen ein Highlight», so Hanspeter Maier, Schausteller aus Frauenfeld, gegenüber TVO. «Ich als Ostschweizer brauche die Olma sowieso, wir gehen seit über 50 Jahren dorthin. Es ist der Horror, dass sie nicht stattfindet.»

«Meine Existenz steht auf dem Spiel»

Hanspeter Maier hält sich zurzeit mit Essenständen über Wasser. Die grossen Kilbis fehlen trotzdem: «Meine Existenz ist sicher auf dem Spiel, ich muss jetzt an mein Erspartes», sagt Maier. Er denke trotzdem, dass er über die Runden kommt. Doch nicht allen Schaustellern gehe es so: «Ich kenne solche, die bereits kein Geld mehr haben.»

«Gemeinden übernehmen keine Verantwortung»

Auch Marktfahrer haben Angst um ihr Geschäft. Die Verkäufe an einer Olma oder dem Knabenschiessen machen gut einen Drittel aller Einnahmen aus. «Was uns am meisten aufregt ist, dass die Gemeinden keine Verantwortung übernehmen», sagt Hiltrud Frei, Präsidentin Marktverband Ostschweiz. «Alle Märkte werden abgesagt, ohne vorher mit uns oder dem Kanton Rücksprache zu halten.»

Ein Funken Hoffnung besteht für die Schausteller und Marktfahrer noch: Ende Juni wird definitiv entschieden ob der Jahrmarkt an der Olma stattfindet.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 10. Juni 2020 19:32
aktualisiert: 11. Juni 2020 05:42
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