Ostschweizer sind modisch (sagen sie selber)

Laurien Gschwend, 5. Juli 2017, 12:08 Uhr
Ostschweizer mit Stil: Jeroen van Rooijen, NZZ-Modejournalist aus Frauenfeld.
Ostschweizer mit Stil: Jeroen van Rooijen, NZZ-Modejournalist aus Frauenfeld.
© Thurgauer Zeitung/Reto Martin
Zwei Drittel der Männer in der Schweiz wären gerne besser gekleidet. Die Ostschweizer möchten sich hingegen nicht verändern - sie sind mit ihrem Kleidungsstil am zufriedensten.

Laut einer Befragung des deutschen Online-Herrenmode-Beraters «Outfittery» wünschen sich rund 58 Prozent der Schweizer Männer, besser gekleidet zu sein. Gerade einmal 1,3 Prozent finden, sie seien perfekt angezogen. 53 Prozent würden gerne mehr für ihr Styling tun - sie haben jedoch zu wenig Geld dafür zur Verfügung, wie sie angeben. 31 Prozent haben schlicht und einfach keine Lust, shoppen zu gehen, 22 Prozent wissen nicht, was ihnen steht. Anderen fehlt die Zeit oder der Mut, sich besser zu kleiden.

Die Hälfte ist zufrieden mit sich

Während sich ganze 69 Prozent der Zürcher gerne hipper anziehen würden, sind es bei den Ostschweizern aus den Kantonen St.Gallen, Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden, Thurgau, Graubünden, Schaffhausen und Glarus lediglich 56 Prozent. Ob die Ostschweizer ohnehin schon stilsicher unterwegs sind und deshalb so selbstbewusst sind oder es ihnen einfach «schnurz» ist, wie sie herumlaufen, verrät die Befragung von «Outfittery» nicht.

Figurprobleme als Hindernis

Auch bei den befragten Frauen zeigt sich Erstaunliches: 69 Prozent haben gemäss «Outfittery» den Wunsch, modischer angezogen zu sein. 40 Prozent hindert nach eigenen Angaben die Figur am stilsicheren Auftritt. Im Vergleich zu den Männern (21 Prozent) haben nur 12 Prozent der Frauen keine Zeit zum Shoppen.

«Outfittery» hat insgesamt 800 Frauen und Männer aus der Deutschschweiz zum Thema Kleidungsstil befragt. Das Berliner Start-Up nimmt Männern die «Shopping-Last» ab: Nach einer Online-Stil-Beratung bekommen die Kunden ihre fertigen Outfits nach Hause geschickt.


Laurien Gschwend
Quelle: red.
veröffentlicht: 5. Juli 2017 12:08
aktualisiert: 5. Juli 2017 12:08