Pegel der Thur stieg um drei Meter an

René Rödiger, 21. Mai 2019, 18:26 Uhr
Der Dauerregen in Teilen des FM1-Landes hat vielerorts für hohe Pegelstände gesorgt. Vereinzelt wurden Keller überflutet, die Feuerwehren hatten viel zu tun. Hier gibt es die Zusammenfassung des Tages.

Insbesondere im Kanton St.Gallen standen die Feuerwehren im Einsatz. Im Toggenburg mussten einige Keller ausgepumpt werden, auch in Rapperswil-Jona drang Wasser in Liegenschaften ein.

Die Bäche und Flüsse führten aussergewöhnlich viel Wasser, grössere Überschwemmungen blieben jedoch aus, die Thur trat im Toggenburg teilweise über die Ufer. Da die Böden und die Grundwasserreservoirs vielerorts trocken waren, konnten sie die Regenmassen schlucken.

Situation wird weiter beobachtet

«In einzelnen Gemeinden haben die Feuerwehren Massnahmen getroffen und behalten die Situation unter Aufsicht», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen. Grössere Vorfälle seien bisher keine gemeldet worden. In Oberriet wurden vorsorglich Sandsäcke ausgelegt. In Amden trat ein Bach über die Ufer.

So sah es heute bei den Ostschweiz Flüssen aus:

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Quelle: FM1Today/Marc Hanimann

Pegel stiegen um bis zu drei Meter an

Die Pegel der Flüsse stiegen stark an. So mass die Station des Bundesamts für Umwelt (Bafu) für die Thur in Halden bei Bischofszell einen drei Meter höheren Pegelstand als noch vor 24 Stunden. Damit wurde fast die Gefahrenstufe 3 erreicht. Deshalb wurde im Thurgau Alarm ausgelöst, die Feuerwehren mussten vereinzelt Wege sperren.

Die Sitter bei Appenzell und St.Gallen führte einen Meter mehr Wasser, der Rheintaler Binnenkanal zwei Meter mehr und auf dem Rhein bei Diepoldsau flossen das Wasser ebenfalls zwei Meter höher. Für den Rheintaler Binnenkanal bestand die zweite Gefahrenstufe.

Der Pegel des Bodensees stieg um über einen halben Meter an. Besorgniserregend ist das jedoch nicht. Bei der Schifffahrt ist man sogar froh, jetzt können wieder alle Kursschiffe verkehren.

Spektakuläre Bilder aus der Luft im Toggenburg:

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Quelle: sda-Video

Das Schlimmste ist überstanden

In den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden wurden keine Schäden durch Regen gemeldet. Mehr zu tun hatte die Feuerwehr und Polizei in Vorarlberg. Dort mussten verschiedene Strassen gesperrt werden.

Laut Meteoschweiz ist das Schlimmste überstanden, die Abflussspitzen wurden am Dienstagvormittag erreicht. Der Dauerregen sollte in den frühen Mittwochmorgenstunden aufhören, nur noch vereinzelt sind lokal schwächere Niederschläge möglich.

(red.)

Der Ticker zum Dauerregen im FM1-Land zum Nachlesen:

 

René Rödiger
veröffentlicht: 21. Mai 2019 16:57
aktualisiert: 21. Mai 2019 18:26