Rapperswil-Jona

Petition verlangt, Lido-Badi darf nicht geschlossen bleiben

4. Februar 2020, 11:55 Uhr
Politikerin Bianca Brunner sammelt Unterschriften für ihre Petition.
© PD
Der Baustart der neuen Badi in Rapperwil-Jona muss verschoben werden. Jetzt fordert eine Petition die schnelle Wiedereröffnung der Lido Badi. Man wolle nicht unter der Fehlplanung des Stadtrats leiden.

Kein Zweifel, in Rapperswil-Jona stehen die Einwohnerinnen und Einwohner zu ihrer Badi. Bei der Abstimmung im November 2018 haben 72 Prozent die Vorlage angenommen, die Badi für 27,5 Millionen Franken zu erneuern. Der Baustart war für dieses Jahr geplant, die Badi wäre zwei Saisons geschlossen geblieben. Doch dann kam die herbe Enttäuschung im November 2019: Der Stadtrat musste bekannt geben, dass das Bauprojekt wesentlich teurer ist, als ursprünglich gerechnet.

Keine Informationen zum Projektverlauf bekommen

Nach diesem Planungsdebakel hat jetzt die Grünliberale Politikerin Bianca Brunner eine Petition lanciert, in der sie den Stadtrat auffordert, den Betrieb der Badi in diesen Sommer wieder aufzunehmen. Die Badi war im letzten Sommer aufgrund des Bauvorhabens mit Abschiedsfest geschlossen worden. Brunner befürchtet, es würde sonst Jahre dauern, bis die Badi wieder für die Bevölkerung zugänglich werde. Sie hatte mit dem Verein Südquartier detaillierte Informationen beim Stadtrat zum weiteren Projektverlauf angefordert. Diese seien ihr verwehrt worden, wie sie gegenüber den Medien mitteilt. Nun wolle man nicht unter der Fehlplanung des Stadtrats leiden.

Planung dauert drei bis vier Monate

Stadtpräsident Martin Stöckling weiss von der Petition, nimmt aber erst nach deren Einreichung Stellung dazu. Unabhängig davon klärt die Stadt jedoch derzeit ab, wie hoch die Kosten für das geplante Badi-Projekt tatsächlich sind und auch, ob es sich allenfalls lohnen würde, die Badi über den Sommer zu öffnen. Diese Abklärungen dauern gemäss Stöckling höchstens drei bis fünf Monate. «Eine Wiedereröffnung diesen Sommer könnte aber auch bedeuten, dass sich dadurch der Baubeginn verzögern würde, falls wir schon vorher startklar wären», sagt Stöckling zu FM1Today.

(agm)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 4. Februar 2020 13:16
aktualisiert: 4. Februar 2020 11:55