Pistenpolizisten im Einsatz gegen Pistenrowdys

Laurien Gschwend, 15. Februar 2019, 19:43 Uhr
Die Pistenpolizei kümmert sich unter anderem darum, dass Verbote eingehalten werden.
© Keystone/Olivier Maire
Falls du gedacht hast, du könntest auf Vorarlberger Pisten tun und lassen, was du willst, hast du dich geschnitten: In Österreich gibt's im Gegensatz zur Schweiz eine Pistenpolizei.

«Die österreichische Polizei hat Alpinpolizisten im Einsatz, die auf den Skipisten für Recht und Ordnung sorgen», sagt Robert Vonach. Die Pistenpolizisten haben laut dem Mediensprecher der Landespolizei Vorarlberg eine spezielle Ausbildung und kümmern sich um alles, was in Skigebieten schief gehen könnte: Zusammenstösse zwischen Wintersportlern und das Nichteinhalten von Lawinen-Sperrzonen beispielsweise.

Hinweise von Zeugen

«Jeder Skiunfall wird polizeilich erfasst, so lange er denn bekannt wird», sagt Vonach. Auch wenn jemand glaube, dass er einen Unfall nicht melden müsse, werde die Polizei manchmal von Zeugen oder Beteiligten darüber informiert.

Einige Dutzend Polizisten sind während des ganzen Winters täglich auf Vorarlbergs Skipisten unterwegs. «Natürlich handelt es sich um gute Skifahrer, die ein gewisses Interesse für diese Aufgabe mitbringen», sagt Vonach. Es gebe verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten für Pistenpolizisten.

Unfälle ohne Polizei

Auch in Deutschland und Italien kennt man Pistenpolizisten. In der Schweiz kommt die «gewöhnliche» Polizei zum Einsatz, wenn beispielsweise die Pistenkontrolle Alarm schlägt. «Häufig wird die Polizei bei uns aber gar nicht hinzugezogen», sagt Ralph Sutter von der Unfallversicherung Suva in St.Gallen. «Meist kommt es zu Selbstunfällen, seltener zu Zusammenstössen.» Oft fehle ein Polizeirapport, der Fall müsse aufgrund der Aussagen von Beteiligten beurteilt werden.

Übrigens kannst du in Vorarlberg – entgegen der Annahme vieler – nicht geblitzt werden. «Dass es auf unseren Pisten Radarkontrollen gibt, dürfte ein Gerücht sein», sagt Polizeisprecher Vonach und lacht.

Laurien Gschwend
Quelle: lab/lag
veröffentlicht: 15. Februar 2019 19:43
aktualisiert: 15. Februar 2019 19:43