Polizei rettet Schiffbrüchige aus der Thur

Sandro Zulian, 31. Juli 2017, 15:22 Uhr
Den Polizisten gelang es, alle Schiffbrüchigen unverletzt zu retten.
Den Polizisten gelang es, alle Schiffbrüchigen unverletzt zu retten.
© Kantonspolizei Thurgau
Die Kantonspolizei Thurgau musste am Sonntag bei Neunforn Personen aus der Thur retten, die mit ihrem Schlauchboot gekentert waren. Verletzt wurde niemand. Die Polizei warnt vor dem unberechenbaren Fluss.

Kurz nach dem Mittag liessen sich zwei Erwachsene und zwei Kinder in einem Schlauchboot die Thur hinunter treiben. Gemäss den Erkenntnissen der Kantonspolizei Thurgau bemerkten sie zu spät, dass neben einer Kiesbank ein umgestürzter Baum im Fluss lag.

Mann und Kind aus dem Wasser gerettet

Sie konnten das Schlauchboot wegen der starken Strömung nicht mehr manövrieren, so dass dieses mit dem Baum zusammenstiess und kenterte. Während sich die Frau mit einem Kind auf den Baum retten konnte, blieben der Mann und das andere Kind im Wasser und mussten sich am Baum festhalten. Personen, die den Unfall beobachtet hatten, alarmierten die Kantonspolizei Thurgau. Mehreren Einsatzkräften gelang es schliesslich, den Mann und das Kind aus dem Wasser zu retten und alle Gekenterten unverletzt ans Ufer zu bringen.

Polizei warnt vor der unberechenbaren Thur

Obwohl sie teilweise breit und scheinbar gemächlich fliesst, ist die Thur ein Wildbach, der auf keinen Fall unterschätzt werden darf. Kritische Stellen sind unter anderem Wehre und Schwellen, wo Boote und Luftmatratzen leicht in den Wasserwalzen hängenbleiben können. Aber auch Steine, Sandbänke, Äste und ganze Baumstämme bergen grosse Risiken. Je nach Wetterlage kann die Thur innert kurzer Zeit zu einem reissenden Fluss werden.

Wer auf der Thur unterwegs ist, sollte unbedingt vorausschauend fahren, damit rechtzeitig auf Gefahren und Hindernisse reagiert werden kann.

(saz/kapo tg)

 

Sandro Zulian
veröffentlicht: 31. Juli 2017 15:22
aktualisiert: 31. Juli 2017 15:22