Polizei verteilt mehr Bussen an der Olma

Angela Mueller, 23. Oktober 2016, 19:33 Uhr
Für die Stadtpolizei St.Gallen gingen die Olma und der Herbstjahrmarkt ohne grössere Zwischenfälle über die Bühne. Es gab keine Verletzten bei Prügeleien. Allerdings verteilten die Polizisten mehr Bussen fürs Wildpinkeln und wegen Rauchen in der Olma-Halle.

Die Stadtpolizei St.Gallen erhöhte in diesem Jahr die Präsenz an der Olma. «Aus Sicherheitsgründen sagen wir nicht, wie viele Polizisten wir zusätzlich eingesetzt haben», sagt Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei. «Doch wir haben Wert darauf gelegt, dass man uns sieht.»

In den letzten Jahren kam es an der Olma immer wieder zu gröberen Vorfällen. «Wir haben die Massnahmen, welche am runden Tisch mit den Anwohnern, den Markt- und Schaustellern, den Olma Messen St.Gallen sowie den Gastrobetreibern ausgearbeitet wurden, umgesetzt und sie haben sich bewährt», teilt die Stadtpolizei mit.

WC-Konzept setzt sich durch

Das WC-Konzept ist erfolgreich: So waren die beleuchteten WC-Anlagen an den Wochenenden jeweils bis 24 Uhr geöffnet. Obwohl mehr Ordnungsbussen (66 - im Jahr 2015 waren es 43) wegen Wildpinklern ausgestellt wurden, kann gesagt werden, dass die WC-Anlagen mit der nochmals verbesserten Beschilderung für die Besucher gut ersichtlich sind. Zusätzlich wurden die Örtlichkeiten der Anlagen auf der Mobile-App Stadt St.Gallen aufgeschaltet.

Beschädigung der WCs

Hingegen ist es auch in diesem Jahr zu Sachbeschädigungen an mehreren Anlagen gekommen. Unbekannte haben Heizungen sowie Leitungen abgerissen. Während der Reparaturarbeiten mussten die Anlagen kurzzeitig geschlossen werden. Der entstandene Schaden kann noch nicht beziffert werden, teilt die Polizei mit.

Mindestens 20 Interventionen

In Bezug auf aggressives Verhalten und Tätlichkeiten musste die Stadtpolizei St.Gallen nicht öfter ausrücken als im letzten Jahr. Die Anzahl der Interventionen beläuft sich im Rahmen des Vorjahrs. Zudem kam es zu keinen Zwischenfällen mit schweren Folgen wie Verletzungen. «Wir können nicht genau sagen, wie oft wir bei Tätlichkeiten interveniert haben, es waren aber mindestens 20 Einsätze», sagt Widmer.

Parkkonzept funktioniert

Auch im Bereich Verkehr zieht die Stadtpolizei St.Gallen eine positive Bilanz. Die Parkplätze im Breitfeld und beim Güterbahnhof St.Fiden waren gut besucht. Während beim Güterbahnhof St.Fiden meist schon gegen Mittag alle Parkplätze belegt waren, standen im Breitfeld jederzeit Parkplätze zur Verfügung. Es wurden weniger Bussen wegen Falschparkens ausgestellt. Wurden 2015 gesamthaft 722 Autofahrerinnen und Autofahrer gebüsst, so waren es in diesem Jahr bis Sonntagmorgen 637.

Unbelehrbare Raucher

Die Stadtpolizei St.Gallen büsste auch in diesem Jahr Raucherinnen und Raucher, welche sich nicht an das Rauchverbot in den Olma-Hallen hielten. Total wurden 76 Personen gebüsst. Im Vorjahr waren es 70 Bussen. Die Bussen wegen Rauchens bewegen sich also auf stabilem Niveau.

Angela Mueller
veröffentlicht: 23. Oktober 2016 11:52
aktualisiert: 23. Oktober 2016 19:33