Anzeige
Konstanz

Posertreffen mit über 300 Autos – darunter viele Schweizer

6. Juni 2021, 17:44 Uhr
Die Polizei zog kaum Personen zur Rechenschaft. (Symbolbild)
© Keystone
Tuner und Autoposer sind am Samstag an drei Orten im Raum Konstanz negativ aufgefallen. Auch viele Autos mit Schweizer Kennzeichen waren darunter. Erst gegen 2 Uhr morgens beruhigte sich die Lage.

Zu einem ersten Polizeieinsatz kam es um 20.15 Uhr auf einem Parkplatz in Singen: Über 300 Fahrzeuge wurden beobachtet, laut Polizeiangaben «ein grosser Anteil davon mit Schweizer Zulassung». Die Tuner und Poser hätten sich mit Campingausrüstung, Grills und Shishas auf dem Parkplatz niedergelassen – wodurch für die Kundinnen und Kunden keine Plätze mehr frei gewesen seien.

Poser blockieren Autobahn und Konstanzer Innenstadt

Nur zögerlich räumte die Szene den Platz, sie fuhr daraufhin weiter nach Stockach. Hier blockierten die Teilnehmenden die Industriestrasse und verursachten einen Stau auf der Autobahn – noch rund 100 Fahrzeuge waren zu diesem Zeitpunkt dabei. Die Polizei musste den Verkehr umleiten, weil die Autobahn stellenweise komplett blockiert war.

Doch damit nicht genug, ab 23 Uhr verstopfte die Szene das Konstanzer Stadtgebiet. Zunächst belegten die Autos den Parkplatz der Uni, später wurden grosse Fahrzeugkolonnen in verschiedenen Stadtteilen gemeldet. Auch hier kam es zu Stau.

«Es gingen zahlreiche Anrufe von verärgerten Anwohnern ein, die sich über den Lärm und das Fahrverhalten beschwerten», teilt die Konstanzer Polizei mit. Die Polizei regelte erneut den Verkehr. Nach Mitternacht kehrte ein Grossteil der Fahrzeuge über die Grenze zurück in die Schweiz. Gegen 2 Uhr beruhigte sich die Lage.

Kaum Bussen

«Weniger als zehn Lenker wurden wegen Verstössen gegen die Coronaverordnung und die Strassenverkehrsordnung gebüsst», heisst es auf Anfrage von FM1Today bei der Polizei. «Dass es so wenige waren, liegt aber nicht etwa daran, dass es nicht mehr Verstösse gegeben hätte. Aufgrund der grossen Anzahl Personen gestaltete sich die Ahndung schwierig für die Polizei.»

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 6. Juni 2021 13:38
aktualisiert: 6. Juni 2021 17:44