Rekordzahlen dank Hitzesommer

Marc Sieger, 31. August 2018, 05:43 Uhr
Warme Temperaturen über lange Zeit - die Ostschweizer Bergbahnen hatten einen Rekordsommer.
Warme Temperaturen über lange Zeit - die Ostschweizer Bergbahnen hatten einen Rekordsommer.
© zVg
Der Hitzesommer 2018 hinterlässt nicht nur verbrannte Erde. Für die Bergbahnen in der Ostschweiz und Graubünden waren die lang anhaltenden hohen Temperaturen höchst erfreulich. Schon lange seien die Besucherzahlen nicht mehr so hoch gewesen.

«Der Sommer war wunderbar. Wir würden gerne gleich einen zweiten anhängen», sagt Peter Gantenbein und lacht. Der Geschäftsleiter der Wildhaus Bergbahnen ist hochzufrieden. Während im Flachland geschwitzt wurde und die Flüsse austrockneten, strömten die Leute in die Berge. «Wir hatten noch nie einen so guten Juli wie dieses Jahr», sagt Gantenbein. 18'500 Besucher transportierten die Wildhaus Bergbahnen alleine in diesem Monat. Das sind 17 Prozent mehr als im Vorjahr.

Einer der besten Sommer in zehn Jahren

Bei den Bergbahnen in Arosa ist die Sommerbilanz noch besser. Die Besucherzahlen über den ganzen Sommer betrachtet liegen 25 Prozent über dem Vorjahr. 100'000 Gäste nutzten die Bergbahn 2017, 125'000 waren es dieses Jahr. «Es war einer der besten Sommer der letzten zehn Jahren», sagt Philipp Holenstein, Geschäftsführer der Arosa Bergbahnen. Nicht nur das schöne und warme Wetter bescherten der Bergbahn Rekordzahlen, eine Rolle dürfte auch die Eröffnung der neuen Bärenwelt diesen Monat gespielt haben, sagt Holenstein.

Nicht nur die Bergbahnen in Arosa und Wildhaus erfreuten sich diesen Sommer über Rekordzahlen. Gäste «en Masse» heisst es bei den Ostschweizer Betrieben durchs Band.

Konkurenzdruck ist stark

Der Geschäftsführer der Bergbahnen Arosa warnt aber: «Dieser Sommer war besonders gut, das heisst aber nicht, dass dies nun jedes Jahr der Fall sein wird».  Bergbahnen hätten grundsätzlich eher mit rückläufigen Besucherzahlen zu kämpfen. «Die Konkurenz ist sehr gross. Billigflüge, Badeferien und besonders Kreuzfahrten liegen hoch im Trend. In die Berge zieht es nicht mehr so viele Leute». Alpine Tourismusbetriebe müssten ständig um Gäste Kämpfen und sich neue Angebote und Attraktion einfallen lassen.

Ähnlich sieht das auch Peter Gantenbein von den Wildhaus Bergbahnen. Er glaubt aber, Wandern als Trend wird wieder zunehmen. So blickt er auch zuversichtlich auf den Herbst. «Die Wanderzeit ist noch nicht vorbei, sie beginnt erst».

Marc Sieger
Quelle: mas
veröffentlicht: 31. August 2018 05:36
aktualisiert: 31. August 2018 05:43