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Säntispark: Die erste Million ist geknackt

Sandro Zulian, 17. Mai 2017, 11:48 Uhr
Über eine Million Mal wurden die neuen Rutschen im Säntispark in Abtwil mittlerweile benutzt. Ein halbes Jahr nach der Eröffnung ziehen die Verantwortlichen eine positive Bilanz. Eine Rutschbahn ist besonders beliebt.

«Die Rutschbahnen, die der Säntispark am 11. November 2016 eröffnet hat, kommen gut an und werden rege benutzt», schreibt die Genossenschaft Migros Ostschweiz in einer Mitteilung. Als kleiner Meilenstein bezeichnet die Genossenschaft die eine Million Menschen, die bereits gerutscht sind. «Wir sind sehr zufrieden. Unsere Erwartungen wurden übertroffen», sagt Catherine Zimpfer, Leiterin Säntispark Freizeit. Die beliebteste Bahn ist die Säntis-Pipe, bei der man auf einem Reifen eine sechs Meter hohe Steilwand hinauf und wieder hinunterrutscht. Diese Bahn wurde alleine im Monat April über 30'000 Mal benutzt. Doch ebendiese Reifen haben auch für Kritik gesorgt.

Vorfall wurde analysiert

Der Unfall vom 8. Januar 2017, bei dem Badegäste eine Rutsche mit Reifen benutzten, obwohl sie das nicht durften, sei überprüft und analysiert worden, sagt Mediensprecherin Natalie Brägger: «Wir haben geprüft, wie so etwas nicht mehr vorkommen kann. Zum Beispiel haben wir die Rutschen-Eingänge, die nicht mit Reifen betreten werden dürfen, so verengt, dass das Betreten mit Rutschhilfen gar nicht mehr möglich ist.» Zudem sei die Beschilderung in der ganzen Rutschenwelt angepasst und die allgemeine Orientierung verbessert worden.

«Teilweise Prellungen oder Schürfungen»

Verharmlosen will die Mediensprecherin das Risiko auf den Rutschen und im Säntispark nicht: «Es gibt Gäste, die Prellungen oder Schürfungen davontragen.» Von gröberen Verletzungen könne aber nicht die Rede sein. «Das gab es schon auf den Rutschen, die schon länger im Säntispark stehen. Zum Beispiel im Canyon.» Zudem gebe es ab und zu Besucher, die auf Treppen oder glatten Unterlagen ausrutschen und sich so verletzen oder schneiden. «Einen Anstieg der Verletzungen aufgrund der neuen Rutschenwelt verzeichnen wir aber nicht.»

Im Sommer darf es gerne regnen

«Wir sind überzeugt, dass wir die Gästezahlen auch im Sommer mit unserem neuen Angebot hoch halten können», sagt Brägger und mit einem Augenzwinkern an: «Wir sind natürlich nicht traurig, wenn es im Sommer nicht immer strahlend schönen Sonnenschein gibt.»

Die «neuen» Rutschen im Säntispark:

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Sandro Zulian
Quelle: saz
veröffentlicht: 17. Mai 2017 11:13
aktualisiert: 17. Mai 2017 11:48