Saharastaub vermiest Allergikern den Frühlingsstart

Angela Mueller, 4. April 2016, 16:33 Uhr
Der Himmel über Rorschach: Die linsenförmige Föhnwolken sind vom Saharastaub getrübt.
© Andreas Walker
Trotz Wärme ist der Himmel trüb und grau - der Saharastaub sorgt für Schleierwolkenbildung. Morgen dürfte dies nochmals verstärkt der Fall sein. Zum Leidwesen der Allergiker, denn Saharastaub verstärkt den Heuschnupfen.

Wenn die Südströmung aus Nordafrika weht, trübt Saharastaub zuweilen die Luft. Dieser sorgte am Wochenende im Rheintal für Rekordtemperaturen von 25  Grad und für ungewöhnliche Schleierwolkenbildung. «Heute ist die Konzentration etwas geringer», sagt Roger Perret von Meteonews zu FM1Today. «Doch bereits morgen dürfte der Sahara-Staubwind nochmals stärker aufkommen.»

Die Sicht vom Hohen Kasten ins Rheintal ist wegen des roten Staubs getrübt. ©HoherKasten

Sehr zum Leidwesen von Allergikern. «Jede Art von Feinstaub in der Luft kann allergische Reaktionen verstärken», sagt Georg Schäppi, Geschäftsleiter von aha! Allergiezentrum Schweiz. Das Zentrum verzeichnet derzeit sehr viele Anfragen zu Heuschnupfen und zu Pollenflügen.

Die Pollenbelastung ist heute in der Ostschweiz besonders hoch. ©srfmeto

«Die Konzentration ist sehr hoch. Wer allergisch ist, leidet jetzt stark unter Heuschnupfen.» Der Saharastaub reizt die Schleimhäute, was Allergikern das Leben zusätzlich schwer macht. Gemäss Meteonews ist zwar Besserung in Sicht. «Ab Mittwoch wird der Regen die Luft sauber waschen, aber am Dienstag wird es nochmals tüchtig Saharastaub in die Ostschweiz wehen», sagt Roger Perret.

Angela Mueller
veröffentlicht: 4. April 2016 15:17
aktualisiert: 4. April 2016 16:33