Schmerikon kämpft erfolgreich gegen den Kanton

Sandro Zulian, 25. Oktober 2017, 09:26 Uhr
Der Voralpen-Express wird im Schmerikon nicht mehr anhalten. Die Gemeinde hat sich dagegen gewehrt.
© Thurgauerzeitung/Susann Basler
Aufgrund von Einsprachen verzögert sich der Bau des zweiten Gleises zwischen Uznach und Schmerikon um mindestens ein Jahr. Damit kann das verbesserte Bahnangebot im Linthgebiet nicht wie geplant auf Dezember 2019 eingeführt werden.

«Gegen das Auflageprojekt für die Doppelspur Uznach-Schmerikon sind beim Bundesamt für Verkehr Einsprachen eingegangen. Aus diesem Grund können die SBB nicht wie geplant mit dem Ausbau der Doppelspur zwischen Uznach und Schmerikon beginnen», schreibt der Kanton St.Gallen in einer Mitteilung. Das zweite Gleis sei notwendig, um die Kapazitätsengpässe auf der Strecke Uznach-Rapperswil zu entschärfen, den Halbstundentakt Ziegelbrücke-Rapperswil einzuführen und die Züge zwischen St.Gallen und Rapperswil zu beschleunigen.

Einsprache hat wohl gegriffen

Die Gemeinde Schmerikon wäre mit dem neuen Fahrplan 2019 zur grossen Verliererin geworden. Der Voralpenexpress soll dereinst nicht mehr in Schmerikon halten. Die einzige Möglichkeit, dagegen vorzugehen, war eine zweite Beschwerde der Gemeinde im Sommer dieses Jahres. Diese hat nun offenbar ihr Ziel erreicht.

Erneuerung und baldiger Bautermin

Trotz diesen Verzögerungen ersetzt die SOB ihre alten Fahrzeuge des Voralpen-Express auf Dezember 2019 mit modernen, kundenfreundlichen Niederflurfahrzeugen. Sobald eine rechtskräftige Plangenehmigung vorliegt, werden die SBB zusammen mit dem Bundesamt für Verkehr den neuen Bautermin und den Einführungszeitpunkt der Angebotsverbesserungen festlegen. Diese Termine sind abhängig von der Verfahrensdauer.

Sandro Zulian
Quelle: saz
veröffentlicht: 25. Oktober 2017 09:24
aktualisiert: 25. Oktober 2017 09:26