Ostschweiz

Schwäne zum Abschuss freigeben?

Schwäne zum Abschuss freigeben?

24.09.2015, 16:25 Uhr
· Online seit 24.09.2015, 16:16 Uhr
Den Schwänen am Werdenbergersee könnte es schon bald an den Kragen gehen. Der Ständerat will den Schutz der Schwäne teilweise aufheben. Das sorgt für Diskussionen - auch im Rheintal.
Linda Aeschlimann
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Stolz. Schön. Treu. Das ist der Schwan für die Einen. Für die Anderen ist er schlicht und einfach aggressiv, unberechenbar und gefährlich. Klar ist: der Schwan spaltet die Gemüter.
Der Ständerat will den Schutz der majestätischen Tiere lockern. Er hat eine entsprechende Motion von Paul Niederberger (CVP/NW) angenommen. Schwäne könnten in Zukunft zum Abschuss freigeben werden.

Die Höckerschwäne hätten sich mangels natürlicher Feinde und dank des gesetzlichen Schutzes ungestört vermehrt, argumentierte Niederberger.

Probleme in Buchs bekannt

Auch am Werdenbergersee tummeln sich zahlreiche Schwäne. Zu viele, meint der Hobby-Ornithologe Ludwig Altenburger. Er unterstützt das Vorhaben den Bestand von Schwänen zu regulieren. Der Schwan sei grundsätzlich in der Schweiz nicht heimisch und dürfe nicht sämtliche Plätze an Teichen und Seen in Anspruch nehmen. Das führe dazu, dass einheimische Tierarten verdrängen würden.

Dem widerspricht Silvan Eugster. Der St.Galler Wildhüter vom Kreis 2 sieht keinen Handlungsbedarf. Laut Eugster ist der Bestand in der Region Werdenberg im Moment vertretbar. Dazu kommt, dass es bei Schwänen eine natürliche Regulation gäbe. Vorerst bleibt aber alles wie es ist. Die «Schwanendebatte» geht jetzt im Nationalrat weiter.

(sda/lae)

 

Und so kann's gehen wenn Schwäne aggressiv werden…

veröffentlicht: 24. September 2015 16:16
aktualisiert: 24. September 2015 16:25

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