Schweiz: Kaufkraft fast doppelt so hoch wie Nachbarländer

Nina Müller, 18. Mai 2019, 16:03 Uhr
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Die Schweiz hat mit insgesamt 47'578 Schweizer Franken eine fast doppelt so hohe Pro-Kopf-Kaufkraft als die Nachbarländer Deutschland und Österreich. Die Ostschweizer Kantone befinden sich jedoch nicht in den Top Ten der Schweiz.

Die Gesamtsumme der Kaufkraft in der Schweiz liegt mit knapp 8,5 Millionen Einwohnern im Jahr 2019 laut GfK Prognose bei 403,6 Milliarden Schweizer Franken pro Jahr. Pro Kopf liegt die Kaufkraft bei 47'578 Schweizer Franken. Den Österreicher stehen durchschnittlich 27'219 Schweizer Franken für Ausgaben zur Verfügung und in Deutschland liegt die Pro-Kopf-Kaufkraft bei 21'024 Schweizer Franken. Die Schweizer haben also fast doppelt so viel Geld für Ausgaben zur Verfügung als die Bewohner der beiden Nachbarländer.

Die Studie zeigt auch, dass die kantonalen Unterschiede gross sind. Bewohnern des Kanton Zugs stehen 45 Prozent mehr Schweizer Franken zur Verfügung als dem Landesdurchschnitt. Auf den Plätzen zwei und drei folgen wie im Vorjahr die Kantone Schwyz und Nidwalden, die mit 33 beziehungsweise 25 Prozent über dem Schweizer Durchschnitt ebenfalls sehr hohe Pro-Kopf-Kaufkraft-Werte aufweisen.

Die Ostschweizer Kantone haben es, wie im Vorjahr, nicht unter die Top Ten geschafft. Obwalden war letztes Jahr auch noch nicht unter den Top Ten. Genf hingegen hat drei Plätze verloren und fällt auf Platz 8 im Kantonsranking.

Die GfK Kaufkraft ist definiert als die Summe aller Nettoeinkünfte der Bevölkerung, bezogen auf den Wohnort. Neben dem Nettoeinkommen aus selbstständiger und nichtselbstständiger Arbeit werden ebenso Kapitaleinkünfte und staatliche Transferzahlungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld und Renten zur Kaufkraft hinzugerechnet. Ausgaben für Lebenshaltungskosten, Versicherungen, Miete und Nebenkosten wie Gas oder Strom, Bekleidung oder das Sparen wurden hier noch nicht abgezogen. Basis der Berechnung sind, neben der Lohn- und Einkommenssteuerstatistik, einschlägige Statistiken zur Berechnung der staatlichen Leistungen sowie Prognosewerte der Wirtschaftsinstitute.
(red.)
Nina Müller
veröffentlicht: 18. Mai 2019 16:03
aktualisiert: 18. Mai 2019 16:03