St.Gallen rechnet für 2018 mit Defizit

René Rödiger, 30. Oktober 2017, 11:01 Uhr
Vier weitere Gemeindepräsidenten im Kanton St.Gallen haben ihren Lohn offen gelegt.
Vier weitere Gemeindepräsidenten im Kanton St.Gallen haben ihren Lohn offen gelegt.
© KEYSTONE/TI-PRESS/Gabriele Putzu
Im Voranschlag für das Budget 2018 geht die Stadt St.Gallen von einem Defizit von rund 10 Millionen Franken aus. Der Entwurf wird vom Stadtparlament im Dezember beraten.

«Der Aufwandüberschuss in der Höhe von rund 9,7 Millionen Jahren ist im Hinblick auf den Ausbau diverser Leistungen tragbar», schreibt der Stadtrat zum Voranschlag für das Budget 2018. Er rechnet für 2018 mit einem Gesamtaufwand von rund 592 Millionen und einem Gesamtertrag von rund 582 Millionen Franken.

Die Unterdeckung der Investionsrechnung beträgt ohne die städtischen Betriebe 31,1 Millionen Franken. Das sei «unbefriedigend» und führe zu mehr Schulden. «Mittelfristig ist es unerlässlich, Ertragsüberschüsse und Finanzierungsüberschüsse zu generieren, ansonsten droht der Abbau des Eigenkapitals», heisst es.

Da in den vergangenen Jahren aus Spargründen auf grössere Investitionen verzichtet wurde, müsse ab 2019 mit höheren Ausgaben gerechnet werden. «Auch mit einer disziplinierten Ausgabepolitik wird es in den nächsten fünf Jahren kaum möglich sein, die Schuldenlast der Stadt St.Gallen zu vermindern.»

Wie die Stadt weiter schreibt, falle das Defizit im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 Millionen Franken höher aus: «Es bleibt kein Spielraum für Steuerreduktionen.»

84,6 Prozent der Investitionen betreffen Sachgüter, davon fällt der grösste Teil auf Verkehrsbauten.

Das Stadtparlament berät das Budget 2018 am 12. Dezember.

René Rödiger
Quelle: red.
veröffentlicht: 30. Oktober 2017 11:01
aktualisiert: 30. Oktober 2017 11:01