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Gastronomie

St.Gallen und Appenzellerland: Hohe Einbussen wegen tiefer Impfquote

6. Oktober 2021, 08:57 Uhr
Eine hohe Impfquote kann helfen, die Wirtschaft am Laufen zu halten, zeigt eine Analyse der Universität St.Gallen. Gemäss Auswertung von Konsumdaten gibt es besonders in den Kantonen Appenzell Innerrhoden und St.Gallen aufgrund tiefer Impfquote hohe Einbussen in der Gastronomie.
Am niedrigsten war die Impfquote per Anfang September im Kanton St.Gallen.
© KEYSTONE/Ennio Leanza

Die Gastrobranche leidet nicht überall gleich unter der Zertifikatspflicht. Ökonomen der Universität St.Gallen haben seit Beginn der Pandemie die Kartenzahlungen in der Gastrobranche ausgewertet. Diese Analyse zeigt, dass grundsätzlich die Zertifikatspflicht zu Umsatzrückgängen geführt hat. In den ersten zwei Wochen nach der Einführung gaben die Gäste schweizweit um 13 Prozent weniger Geld in Restaurants und Cafés aus als in den zwei Wochen vor der Pflicht, schreibt die NZZ.

St.Gallen ist Schlusslicht

Es sind auch deutliche Unterschiede zwischen den Kantonen erkennbar. Die Umsätze sind grundsätzlich dort stark zurückgegangen, wo die Impfquote tief ist. Am niedrigsten war die Impfquote per Anfang September im Kanton St.Gallen. Dort büssten die Gastronomen nach Einführung der Zertifikatspflicht beinahe einen Viertel der Umsätze ein. Auch in den beiden Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden gab es ähnlich hohe Einbussen.

Zürich und Basel-Stadt sind vorne

Auf der anderen Seite stehen die Kantone Zürich und Basel-Stadt. In Basel-Stadt seien die Umsätze nach Einführung der Zertifikatspflicht gar gestiegen. In Zürich gab es Einbussen von nur rund 9 Prozent. In den beiden Kantonen war Anfang September über 58 Prozent der Bevölkerung geimpft.

Die Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu geniessen: Erfasst wurden nur Kartenzahlungen. Gerade in ländlichen Gebieten, wo auch die Impfquote tiefer ist, wird erfahrungsgemäss öfter mit Bargeld bezahlt – und somit in dieser Analyse nicht erfasst.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 6. Oktober 2021 06:53
aktualisiert: 6. Oktober 2021 08:57