St.Galler Erdgaskugeln verschwinden

Laurien Gschwend, 3. April 2017, 10:58 Uhr
Am Montag beginnen die St.Galler Stadtwerke mit dem Rückbau der beiden Erdgaskugelspeicher nahe des Olma-Areals in St.Gallen. Die Arbeiten dauern fünf bis sechs Wochen.

Gemäss einer Mitteilung der Stadtverwaltung St.Gallen ist der Auslöser für den Abbruch das Auslaufen der Betriebskonzession der Kugeln. Die Stahlkugeln mit einem Durchmesser von 18 Metern, einer Wandstärke von bis zu 32 Millimetern und einem Gewicht von 210 beziehungsweise 270 Tonnen werden mit einem Schweissbrenner aufgetrennt. Die Einzelteile werden anschliessend in einem Stahlwerk gereinigt und eingeschmolzen. Der Rückbau dauert fünf bis sechs Wochen und wird nach den Vorgaben des kantonalen Amts für Umwelt durchgeführt.

Unterirdischer Speicher in Waldkirch

Die zwei grünen Kugelspeicher waren die letzten der ursprünglich vier Erdgaskugeln der St.Galler Stadtwerke, vor rund einem Jahr sind die beiden Speicher in Goldach abgebrochen worden. Als Alternative dient ein unterirdischer Röhrenspeicher im Hohfirst Waldkirch.

Lärm für Anwohner

Während der kommenden Wochen ist mit Lärmemissionen zu rechnen. «Die St.Galler Stadtwerke und die beauftragten Unternehmen setzen alles daran, die Beeinträchtigungen auf ein Minimum zu beschränken und bitten die betroffenen Anwohner um Verständnis.»

«Diese Woche wird die Baustelle mit Gerüsten gesichert, ab dem kommenden Dienstag beginnen dann die Schweissarbeiten», erklärt Ulrich Häfliger, Abteilungsleiter Rohrnetz bei den St.Galler Stadtwerken, das Vorgehen. Wie auch in Goldach wird der Rückbau der Kugeln mit einer Kamera, die auf dem Dach des Kantonsspitals befestigt ist, verfolgt.

Abbruch der Goldacher Erdgaskugeln im April 2016:

https://youtu.be/wfVJciVYEfg

Laurien Gschwend
Quelle: red.
veröffentlicht: 3. April 2017 09:20
aktualisiert: 3. April 2017 10:58