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Starke Gewitter über der Ostschweiz – 90 Schadenmeldungen im Thurgau

Daniel Walt / St.Galler Tagblatt, 28. Juni 2021, 22:02 Uhr
Am Montagabend ist es auch in der Ostschweiz wieder zu heftigen Niederschlägen gekommen. Betroffen waren insbesondere die Region rund um Wil und der Thurgau.

Um 19.50 Uhr ging gemäss Florian Schneider, Mediensprecher der St.Galler Kantonspolizei, die Meldung ein, dass die Autobahn zwischen Wil und Münchwilen unter Wasser stehe, schreibt das «St.Galler Tagblatt». In der Folge wurde die Feuerwehr aufgeboten. Mittlerweile rollt der Verkehr wieder. Vorerst mussten allerdings die Einfahrten in Richtung Zürich gesperrt werden, der Unterhaltsdienst musste die Fahrbahnen reinigen.

Umgestürzte Bäume und Hagelsturm

Zu zwölf Feuerwehreinsätzen wegen Wasser in Kellern beziehungsweise Läden kam es in Wil. Drei Einsätze wurden bis dato aus Bronschhofen gemeldet, wie Florian Schneider weiter erklärt – zwei davon betrafen umgestürzte Bäume. Ein gleicher Vorfall wurde auch aus Eschenbach gemeldet.

In der Stadt St.Gallen blieb die Situation vorerst verhältnismässig ruhig – abgesehen von einem kurzen Hagelsturm, der im Bereich der Stadtautobahn niederging, wie folgendes Video aus dem Bereich Kybunpark zeigt:

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Quelle: Tagblatt

Klaus-Dieter Mennel, Mediensprecher der St.Galler Stadtpolizei, bestätigt den Hagel, der über dem Westen St.Gallens niedergegangen ist. Es sei auf Stadtgebiet allerdings zu keinerlei Einsätzen gekommen, weder von der Polizei noch von der Feuerwehr.

Wasser in Thurgauer Liegenschaften

Im Kanton Thurgau wurden gemäss Michael Roth, Mediensprecher der Kantonspolizei, bis gegen 22 Uhr 90 Schadenfälle gemeldet. Sie betrafen zumeist Wassereinbrüche in Keller und Garagen. «Innert kurzer Zeit ging sehr viel Regen nieder», sagt Roth. Betroffen war insbesondere der Hinterthurgau bis zur Kantonsmitte. Sehr viele Meldungen gingen aus dem Bereich Schlatt/Diessenhofen ein, aber auch die Region Weinfelden-Bürglen-Altnau war betroffen.

Von Seiten der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden hiess es, es sei derzeit nichts von Schäden bekannt – einzig Herisau sei von einem Hagelzug gestreift worden.

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(red.)

Daniel Walt / St.Galler Tagblatt
Quelle: St.Galler Tagblatt
veröffentlicht: 28. Juni 2021 19:59
aktualisiert: 28. Juni 2021 22:02
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