111 Millionen Franken für das GBS

Angela Mueller, 8. Januar 2019, 11:18 Uhr
Das Gebäude der Gewerbeschule im Riethüsli in St.Gallen hat 40 Jahre auf dem Buckel und ist stark sanierungsbedürftig. Nun sollen 111 Millionen Franken investiert werden.

Nach 40 Jahren ist die Haustechnik grösstenteils veraltet – die Gebäudehülle erfülle in keiner Weise die heutigen energetischen Anforderungen, heisst es in der Medienmitteilung des Kantons St.Gallen. Auch der Brandschutz weise grosse Mängel auf. Unter anderem sollen zudem die Räumlichkeiten den zeitgemässen Unterrichtsformen angepasst werden. Grund genug, das Gebäude des Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums (GBS) an der Demutstrasse in St.Gallen zu sanieren.

Ideal gelegener Hauptstandort

Das Gebäude soll auch erweitert werden, denn rund ein Viertel aller Gewerbeschüler im Kanton gehen in St.Gallen zur Schule, diese ist in der Stadt auf sieben Standorte verteilt. Die zwei entferntesten sollen deshalb in einem Ergänzungsbau im Riethüsli untergebracht werden. Dies, weil der Hauptstandort hier ideal gelegen sei, da dieser mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar ist, heisst es in der Medienmitteilung.

Der dafür vorgesehene Erweiterungstrakt soll zwischen dem nördlichen Trakt und der Sporthalle gebaut werden. Die Kosten für die Gesamtsanierung belaufen sich auf 111 Millionen Franken. Davon entfallen 55,7 Millionen Franken auf die Sanierung des bestehenden Gebäudes. Im Gesamtbetrag sind auch die Kosten von 33,6 Millionen Franken für den Erweiterungsbau und rund 3 Millionen Franken für ein Provisorium enthalten.

Bau könnte bis 2030 fertig gestellt sein

Die Sanierung und Erweiterung soll in drei Bau- und Umzugsetappen erfolgen. So bleibt der Schulbetrieb während der Bauarbeiten möglich. Sagen Kantonsrat und Stimmvolk Ja zum Sanierungsvorhaben, kann Anfang 2020 der Architekturwettbewerb starten. Der Beginn der Bauarbeiten ist für 2024 vorgesehen, 2030 soll das Bauvorhaben abgeschlossen werden.

Der Kantonsrat wird die Vorlage in der April- und Junisession beraten, das Stimmvolk hat im November das letzte Wort.

Angela Mueller
Quelle: red.
veröffentlicht: 8. Januar 2019 10:15
aktualisiert: 8. Januar 2019 11:18