16 Jahre Haft wegen versuchten Mordes

Laurien Gschwend, 8. Juni 2018, 16:02 Uhr
Die Frau wurde mit einem Messer bedroht.
Die Frau wurde mit einem Messer bedroht.
© iStock/Symbolbild
Weil er den Freund seiner Ex-Frau Ende 2015 mit einem Sackmesser lebensgefährlich verletzte, hat das Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland einen 37-Jährigen zu einer 16-jährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Der Mann ist für viele weitere Delikte verantwortlich.

Der 37-jährige Libanese wurde auch wegen Fälschung von Geld, Ausweisen und Urkunden, wegen Diebstahls, Brandstiftung, Drogendelikten, Nötigung, Drohung und einigen weiteren Tatbeständen schuldig gesprochen. Das Urteil wurde am Freitag veröffentlicht und ist noch nicht rechtskräftig.

Mordversuch mit Ansage

Am Mittwoch wies der Verurteile vor Gericht jede Schuld von sich. Auf die Fragen der Gerichtspräsidentin antwortete er immerzu mit «keine Antwort». Der Anwalt des Libanesen stufte dessen Tat als eventualvorsätzliche schwere Körperverletzung ein. Sein Mandant sei von der Ex-Frau und ihrem Freund angegriffen worden und habe aus Notwehr gehandelt. Anderer Meinung war die Staatsanwältin. Der Angeklagte habe seinem Opfer am Tag vor dem Angriff mit dem Tod gedroht.

Das Gericht folgte den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Der 37-jährige Angeklagte ist wegen versuchten Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 16 Jahren verurteilt worden. Das hohe Strafmass ist auf das schwere Verschulden und die vielen weiteren Vergehen zurückzuführen.

Opfer inzwischen gestorben

Zum Mordversuch kam es im November 2015 in Grabs. Mit einem Sackmesser stach der Libanese auf den neuen Lebenspartner seiner Schweizer Ex-Frau ein und verletzte ihn schwer. Das Opfer überlebte den Angriff nur mit viel Glück. Anfang 2018 starb der Mann, laut der Staatsanwaltschaft aber nicht als Spätfolge der Messerstiche.

Laurien Gschwend
Quelle: SDA/red.
veröffentlicht: 8. Juni 2018 15:57
aktualisiert: 8. Juni 2018 16:02