21 mutmassliche Raser festgenommen

Laurien Gschwend, 8. Januar 2019, 15:13 Uhr
Ein Polizist der Kantonspolizei Thurgau wertet nach einer Geschwindigkeitskontrolle das Messresultat aus.
© KEYSTONE/Gaetan Bally (Archiv)
«Schlag gegen die Raser-Szene» – die Kantonspolizeien St.Gallen, Thurgau und Zürich haben gemeinsam 21 mutmassliche Raser geschnappt sowie ihre Fahrzeuge sichergestellt.

Die drei Polizeikorps führten am Dienstag gemeinsam mit den Staatsanwaltschaften der Kantone St.Gallen, Thurgau und Zürich an verschiedenen Orten Hausdurchsuchungen durch. Die Staatsanwaltschaft Zürich eröffnete gegen sechs, die Staatsanwaltschaft Thurgau gegen acht und die Staatsanwaltschaft St.Gallen gegen sieben Personen Strafverfahren «wegen qualifizierter grober Verletzung der Verkehrsregeln, Gehilfenschaft dazu und weiteren Delikten», wie die Kantonspolizeien mitteilen. «Mit der Eröffnung der Strafverfahren kam eine langjährige gemeinsame Polizeiarbeit zum Abschluss», sagt Gian Andrea Rezzoli, Sprecher der Kantonspolizei St.Gallen.

Illegale Strassenrennen veranstaltet

Bisherige Abklärungen hätten ergeben, dass Rennen zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten auf verschiedenen Strassenabschnitten in den drei Kantonen stattfanden. «Umfangreiche Recherchen führten schliesslich zu den Tatverdächtigen», schreiben die Polizeikorps. «Ein Rennen im Jahr 2016 hatte den Ausschlag für die Ermittlungen gegeben», sagt Rezzoli. Diese dauerten nun über zwei Jahre an. Ob die Rennen innerorts, ausserorts oder auf der Autobahn stattgefunden haben, konnte er nicht sagen.

Männer zwischen 21 und 38 Jahren

Mit der Unterstützung der Stadtpolizei St.Gallen hätten im Kanton St.Gallen 17 Personen und in den Kantonen Thurgau und Zürich je zwei Personen festgenommen werden können. Bei den Beschuldigten handle es sich um Montenegriner, Mazedonier, Kosovaren, Serben und Schweizer im Alter zwischen 21 und 38 Jahren mit Wohnsitz in den drei Kantonen. Sie wurden verhaftet – drei Fahrzeuge wurden sichergestellt. Ob sich die 21 Männer als eine zusammengehörige Gruppe verstanden haben, kann er nicht sagen. «Die Ermittlungen werden dies zeigen.»

Ihnen werden mehrfache und schwere Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz – teilweise auch Rasertatbestände – vorgeworfen, teilen die drei Kantonspolizeien in einer gemeinsamen Medienmitteilung mit.

Laurien Gschwend
Quelle: Kapo SG/Kapo TG/Kapo ZH/red.
veröffentlicht: 8. Januar 2019 13:05
aktualisiert: 8. Januar 2019 15:13