30 Prozent des Geflügelfleisches verseucht

Angela Mueller, 20. Dezember 2018, 18:50 Uhr
Ende Jahr steigen jeweils die Durchfallerkrankungen massiv an. Ursache ist oftmals das beliebte Fondue Chinoise. Das Kantonale Labor St.Gallen hat kürzlich 30 Geflügelfleischproben untersucht, in neun Fällen wurden Campylobacter-Bakterien gefunden.

Sie sind ein Klassiker wie das Fondue Chinoise selbst. Die Campylobacter-Infektionen, die über die Festtage ansteigen. Schon wenige dieser Erreger reichen aus, um sich eine heftige Durchfallerkrankung einzufangen.

Campylobacter-Infektionen gehören zu den weltweit häufigsten Ursachen von zum Teil schweren Durchfallerkrankungen. Diese können im Rahmen des Schlachtungsprozesses von Geflügel auf das Fleisch gelangen und dort überleben. Da dieses nicht roh gegessen wird, stellt kontaminiertes Geflügelfleisch normalerweise kein Problem dar.

Beim Fondue Chinoise, wo das Fleisch roh auf den Tisch kommt, steigt die Gefahr markant. Das Kantonale Labor St.Gallen wollte deshalb wissen, wie stark das Geflügelfleisch aktuell mit

Campylobacter-Bakterien belastet ist und hat kürzlich insgesamt 30 Proben verschiedener Geflügelarten untersucht.

Diese stammten von acht Betrieben, vom Hofladen bis zum Grossverteiler. Bei neun Proben wurden Campylobacter-Keime gefunden. Dies entspricht 30 Prozent und liegt somit leicht unter dem Wert einer nationalen Studie, die in den Jahren 2009 und 2010 durchgeführt wurde.

Das Kantonale Labor St.Gallen empfiehlt:

Beim Essen zwei Teller benutzen: einen für das rohe Fleisch sowie einen für das gekochte Fleisch, die Beilagen und Saucen. Das rohe Fleisch oder Tropfsaft dürfen nicht mit genussfertigen Speisen in Berührung kommen.

Fleisch, vor allem Geflügel, immer gut durchgaren. Es darf innen nicht mehr roh sein. Noch besser: tiefgefrorenes Geflügelfleisch verwenden. Das Tiefgefrieren tötet einen erheblichen Teil der Campylobacter-Bakterien. Für Fleisch und die übrigen Lebensmittel immer separate Schneidbretter, Küchenutensilien sowie Teller verwenden.

Angela Mueller
Quelle: red.
veröffentlicht: 20. Dezember 2018 18:50
aktualisiert: 20. Dezember 2018 18:50