Wil

4-Jähriger in Schacht gestürzt: Passant hatte Deckel vermutlich entfernt

8. September 2020, 16:23 Uhr
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Quelle: tvo

Nachdem am Sonntag vor einer Woche in Wil ein viereinhalbjähriger Bub in einen Schacht gestürzt ist, geht die Staatsanwaltschaft von einem Unfall aus. Trotzdem läuft ein Strafverfahren.

Wie die Mediensprecherin der St.Galler Staatsanwaltschaft Beatrice Giger im Interview mit dem «St.Galler Tagblatt» sagt, sei der 4-jährige Bub beim Spielen in den Schacht gefallen.

Junge fiel einen Meter tief in den Schacht

Der viereinhalbjährige Bub ging am Sonntag mit Erwachsenen und weiteren Kindern am Reitplatz in Wil entlang, welcher unter Wasser stand. Dabei fiel er – rund einen Meter tief – in einen offenen Schacht und verschwand im Wasser. Er musste von der Feuerwehr aus einem rund 70 Zentimeter breiten Rohr geborgen werden.

Der Rettungsdienst brachte den Bub in kritischem Zustand in den Spital. Vor einer Woche sagte die Kantonspolizei St.Gallen auf Anfrage von FM1Today, der Gesundheitszustand des Buben sei stabil. Die Staatsanwaltschaft macht diesbezüglich «aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes» keine Angaben.

Passant hat den Schachtdeckel wohl entfernt

Obwohl die Staatsanwaltschaft von einem Unfall ausgeht, wurde ein Verfahren wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung gegen eine Person eingeleitet. «Mutmasslich hatte ein Passant am Nachmittag vor dem Ereignis den Gitterschachtdeckel entfernt und gereinigt, damit bei den starken Regenfällen das Wasser besser abläuft», sagt Beatrice Giger zum Tagblatt. Allerdings hat die Person den Deckel nicht wieder zurückgelegt.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 8. September 2020 13:01
aktualisiert: 8. September 2020 16:23