4 Millionen Verlust für St.Galler Spitäler

René Rödiger, 1. März 2019, 11:56 Uhr
Die St.Galler Spitäler befinden sich im Umbruch.
Die St.Galler Spitäler befinden sich im Umbruch.
© Michel Canonica/St.Galler Tagblatt
Die St.Galler Spitalverbunde haben im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust von 4 Millionen Franken geschrieben. Das ist 8,7 Millionen Franken schlechter als im Vorjahr.

1,28 Milliarden Franken Umsatz: So viel konnten die vier St.Galler Spitalverbunde im Geschäftsjahr 2018 verbuchen – 42,6 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Allerdings sind auch die Kosten gestiegen, woraus ein Verlust von 4,06 Millionen Franken resultiert.

2018 konnten die St.Galler Spitäler rund 0,3 Prozent mehr Patienten stationär behandeln (67'221). Ambulant konnten 712'600 Patienten betreut werden, das entspricht einer Steigerung von 4,6 Prozent. Dass es trotzdem zu diesem Verlust kommen konnte, führen die Spitalverbunde auf die Tarmed-Kürzung zurück. Der Bundesrat hat die Tarife für ambulante Behandlungen im vergangen Jahr gekürzt.

So schnitten die vier Spitalverbunde ab:

Kantonsspital St.Gallen: Das Kantonsspital umfasst die Standorte St.Gallen, Rorschach und Flawil und schliesst mit einem Umsatz von 893 Millionen Franken (Vorjahr 856,6 Millionen Franken) und einem Gewinn von 2,5 Millionen Franken (Vorjahr 2,95 Millionen Franken).

Spitalregion Rheintal, Werdenberg, Sarganserland: Mit den Standorten Altstätten, Grabs und Walenstadt konnte 2018 mit einem Umsatz von 203,7 Millionen Franken (Vorjahr: 200,8 Millionen Franken) und einem Verlust von 0,67 Millionen Franken (Vorjahr Gewinn von 2,28 Millionen Franken) abschliessen.

Spital Linth: Das Spital in Uznach schliesst mit einem Umsatz von 76 Millionen Franken (Vorjahr 75,4 Millionen Franken) und einem Gewinn von 144'000 Franken (Vorjahr 0,47 Millionen Franken).

Spitalregion Fürstenland Toggenburg: Die Spitalregion mit den Standorten Wattwil und Wil schliesst mit einem Umsatz von 104,6 Millionen Franken (Vorjahr 102 Millionen Franken) und einem Verlust von 6,03 Millionen Franken (Vorjahr Verlust 0,98 Millionen Franken). Hier verursachten vor allem der Bezug des neuen Bettentrakts Kosten von 3 Millionen Franken.

René Rödiger
Quelle: red.
veröffentlicht: 1. März 2019 10:56
aktualisiert: 1. März 2019 11:56