60-jährige Frau stirbt nach Streit mit Ehemann

Christoph Fust, 20. April 2019, 06:36 Uhr
Im St.Galler Ruhsitzquartier wurde am Freitagmorgen eine 60-jährige Frau tot aufgefunden. Die Kantonspolizei St.Gallen geht von einem Tötungsdelikt aus. Der 66-jährige Ehemann wurde festgenommen. Eine Augenzeugin will gesehen haben, dass die Polizeibeamten ein Messer aus dem Wohnblock getragen hätten.

An der Ruhsitzstrasse in St.Gallen soll am Karfreitag ein 66-Jähriger seine 60-jährige Ehefrau getötet haben. Die Polizei teilt mit, dass die Frau kurz nach 11.15 Uhr tot in der Wohnung aufgefunden worden sei. Mehrere Polizeikräfte und zwei Ambulanzfahrzeuge waren vor Ort.

Frau starb an Kopfverletzung

Der 66-jährige Ehemann habe sich telefonisch bei der Polizei gemeldet und erklärt, dass seine Frau bei einem Streit verletzt worden sei, schreibt die Kantonspolizei St.Gallen in einer Medienmitteilung. Die alarmierte Rettung konnte jedoch nur noch den Tod der 60-Jährigen feststellen.

«Wir wissen, dass es einen Streit gegeben hat», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, auf Anfrage von FM1Today. «Warum es zum Streit kam, wissen wir noch nicht. Auf jeden Fall war der Streit so heftig, dass die Frau massiv am Kopf verletzt wurde und daraufhin noch in der Wohnung verstorben ist.» Eine Schusswaffe war dabei nicht im Spiel. Die Polizei verhaftete den 66-jährigen Ehemann.

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Quelle: TVO

«Polizei hat Messer aus Wohnung getragen»

Eine Augenzeugin sagt gegenüber TVO-Reportern, dass Polizeibeamte nach kurzer Zeit einen Mann in Handschellen aus dem Wohnblock geführt hätten. Ebenfalls habe die Polizei ein Messer aus der Wohnung getragen. Polizeisprecher Hanspeter Krüsi bestätigt diese Angaben auf Anfrage nicht. Die genaue Todesursache wird nun durch verschiedene Fachstellen abgeklärt. Gegen den Ehemann wurde ein Strafverfahren eröffnet.

In diesem Wohnblock hat sich das Tötungsdelikt zugetragen:

Printscreen: GoogleMaps
Printscreen: GoogleMaps
© Screenshot Google Maps

Christoph Fust
Quelle: chf/sar
veröffentlicht: 19. April 2019 12:27
aktualisiert: 20. April 2019 06:36