Altstätter Spital kriegt Hotelsafes

Fabienne Engbers, 15. Februar 2019, 07:06 Uhr
Das Spital Altstätten erhält neu Hotelsafes in den Patientenzimmern.
© Tagblatt/Kurt Latzer
Um Diebstähle am hellichten Tag zu verhindern, baut das Spital Altstätten Hotelsafes in die Spitalzimmer ein. Auch in anderen Spitälern der Region sind Massnahmen gegen Langfinger geplant.

Rund 20 Diebstähle wurden im Spital Altstätten im vergangenen Jahr festgestellt. Es wurden dabei nur kleinere Summen Bargeld entwendet, allerdings sei es schwierig, die jeweiligen Täter zu ermitteln, schreibt «Der Rheintaler». Medikamente wurde bislang in den Rheintaler Spitäler noch keine gestohlen.

Hotelsafes und abschliessbare Fächer

Nun werden die Spitäler der Spitalregion Rheintal-Werdenberg-Sarganserland sicherer. «Für das Spital Altstätten wurden so genannte Hotelsafes beschafft. Diese werden in den kommenden Tagen eingebaut», sagt Mediensprecherin Andrea Bachmann zum «Rheintaler».

Auch weitere Spitäler der Region sollen ihren Patienten Möglichkeiten geben, Wertgegenstände sicher zu verwahren. Das Spital in Walenstadt soll ebenfalls Hotelsafes erhalten, das Spital Grabs bezieht im kommenden Jahr ein neues Bettenhaus, dort gibt es abschliessbare Fächer in den Zimmern.

Appell an die Eigenverantwortung

Mitarbeitende und Patienten würden in der Spitalregion Rheintal-Werdenberg-Sarganserland sensibilisiert. «Wir appellieren an ihre Eigenverantwortung», sagt Andrea Bachmann. Bereits bevor Patienten eingewiesen werden, wird ihnen empfohlen, keine grossen Geldbeträge oder Wertsachen mit ins Spital zu bringen.

Security an Silvester

An einigen Tagen wird das Spitalpersonal ausserdem von einem Sicherheitsdienst unterstützt. Dies geschieht vor allem dann, wenn mit vielen alkoholisierten Patienten in der Notaufnahme gerechnet werden muss, beispielsweise an Silvester.

Viele Diebstähle im Ausland

Während in den Schweizer Spitälern nicht oft gestohlen wird, sieht es in Deutschland anders aus. In den Spitälern im Bundesland Baden-Württemberg werden nebst Bargeld auch Handys und gar medizinische Geräte geklaut. Die Schadenssumme durch diese Diebstähle betrug 2017 rund 1,8 Millionen Euro, ein Vielfaches der Summe in den vorhergehenden Jahren.

Fabienne Engbers
Quelle: enf
veröffentlicht: 15. Februar 2019 06:16
aktualisiert: 15. Februar 2019 07:06