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Wegen Herpesvirus

Am CSIO St.Gallen müssen auch die Pferde getestet werden

2. Juni 2021, 20:37 Uhr
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Quelle: tvo

Beim CSIO St.Gallen, welcher am Donnerstag startet, gibt es strikte Eintrittskontrollen für die Besucher. Doch auch die Pferde werden getestet. Dies aber nicht wegen Corona, sondern wegen eines Herpesvirus, welches im Frühling bei einem Turnier in Spanien ausgebrochen ist.

Die rund 200 Pferde werden bei der Ankunft vom Veterinärdienst untersucht. Eine tropfende Nase könnte ein Symptom des Herpesvirus sein. Daran könnten die Pferde im schlimmsten Fall sogar sterben. 

Damit das gefährliche Virus nicht an den CSIO St.Gallen eingeschleppt wird, gibt es für die Pferde strenge Zutrittskontrollen. Der verantwortliche Tierarzt Marco Hermann will kein Risiko eingehen. «Über 90 Prozent der Pferdepopulation ist Träger des Virus. Es erkranken aber nur sehr wenige Pferde daran. In Stresssituationen könnte der Ausbruch merkbar werden.»

Ein Wettkampf wie der CSIO ist für die Pferde eine solche Stresssituation. «Die Reise, die wechselnden klimatischen Bedingungen und auch die Boxen, welche zuvor von anderen Pferden genutzt wurden, sind Faktoren», sagt Hermann. 

Die Reiterinnen und Reiter müssen bei ihren Tieren zweimal täglich Fiebermessen. Das Zelt der Pferde ist mit Trennwänden unterteilt. Diese Massnahmen sind nötig, weil bei einem Pferdetournier im Frühling in Spanien einer der heftigsten Ausbrüche des Herpesvirus registriert wurde. Fast 100 Tiere wurden dort angesteckt. 

In St.Gallen scheinen die Tiere sich bisher wohl zu fühlen. Von Donnerstag bis Sonntag zeigen dort die Sportlerinnen und Sportler und ihre Tiere ihr können.

(red.)

Quelle: TVO
veröffentlicht: 2. Juni 2021 19:28
aktualisiert: 2. Juni 2021 20:37