St.Gallen

Ansturm bei der Aldi-Eröffnung im Stadtzentrum

Stefanie Rohner, 5. Dezember 2019, 17:38 Uhr
Hektisches Gewusel in den Gängen und Personal, das laufend die Regale auffüllt: Am Donnerstag wurde die Aldi-Filiale im St.Galler Neumarkt eröffnet.

«Wir haben durchaus mit einem grossen Andrang gerechnet, aber dass so viele Kunden kommen, übertrifft unsere Erwartungen. Die Mitarbeiter sind definitiv gefordert», sagt Philipp Bürge, Leiter Verkauf von Aldi Suisse. Bereits um sieben Uhr morgens hatte sich eine Menschentraube vor der Türe versammelt. 

Der Andrang ist wohl auch deshalb so gross, weil es während drei Tagen einige Produkte zum halben Preis gibt. Der eine oder andere Kunde kam deshalb voll bepackt aus der Filiale, teilweise sogar mit zwei Fernsehern unter dem Arm.

Einer der ersten urbanen Aldis

Aldi Suisse setzt vermehrt auf städtische Filialen. Bislang waren im Fokus des Grossverteilers die ländlichen Gegenden. Der Standort unmittelbar beim Bahnhof sei ein absoluter Glücksfall. «In der Ostschweiz ist das die urbanste Niederlassung», sagt Pascal Kappeler, Leiter Filialentwicklung. 

Nachdem sich Aldi auf dem Land bereits gut etabliert hat, sollen nun die Städte folgen. Im kommenden Jahr wird deshalb auch eine Filiale in Rorschach eröffnet. Aldi plant, sich in den kommenden zehn Jahren auf 300 Filialen zu vergrössern. Heute gibt es schweizweit 209 Filialen, es fehlen also noch 91.

Zwei Ebenen für den Einkauf

Im Vergleich zu den herkömmlichen Filialen ist jene im Neumarkt anders aufgebaut. Aldi erkennt man vor allem an seinem rechteckigen, einstöckigen Bau, im Neumarkt St.Gallen sind es zum ersten Mal zwei Einkaufsebenen, die mit einem Rollband verbunden sind.

«Das Sortiment unterscheidet sich kaum, Unterschiede gibt es einzig bei den Produkten aus der Region», sagt Philippe Bürge. Neu ist auch die Präsentation der Produkte: «Die Schweizer Kundinnen und Kunden sind sich hohe Standards bei der Produktepräsentation gewöhnt. Dem wollen wir Rechnung tragen und haben hier ein neues Ladenkonzept», sagt Bürge. In der vierten St.Galler Filiale wird zudem nicht mit Öl oder Gas geheizt, sondern mit der Abwärme der Kühlanlagen. 

«Das belebt den Wettbewerb»

Bei den Kundinnen und Kunden scheint die städtische Aldi-Filiale gut anzukommen, der Besucherstrom reisst kaum ab. Sepp Scherrer aus St.Gallen kam zur Eröffnung und ist zufrieden. «Mich freut es, dass es hier in der Stadt nun auch eine Filiale gibt, der erste Eindruck ist gut.» Lars, ebenfalls aus St.Gallen, arbeitet in der Marketingabteilung von Aldi und ist trotz freiem Tag gekommen, um sich das Endergebnis anzusehen. «Ich finde, es ist schlicht und schön hier. Dass Aldi in die Städte geht, finde ich super, das belebt den Wettbewerb», sagt er.

Wenn der Aldi heute Donnerstagabend seine Türen schliesst, dürfte für die Mitarbeiter einer der wohl turbulentesten Tage zu Ende gehen. «Wir hoffen natürlich, dass die Frequenz der Kunden so bleibt», sagt Bürge.

«Wurden überraschend gut aufgenommen»

Die neue Aldi-Filiale befindet sich unmittelbar gegenüber der Migros im Neumarkt. Bürge und Kappeler betonen aber, dass Migros darauf positiv reagiert habe. «Klar sind wir Konkurrenten, aber wir wurden überraschend gut aufgenommen und wir wollen beide das Zentrum Neumarkt weiterbringen und beleben», sagt Kappeler.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 5. Dezember 2019 17:38
aktualisiert: 5. Dezember 2019 17:38