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Notrufe

Ausfälle beim Notruf: St.Galler Regierung zum Handeln aufgefordert

2. August 2021, 13:31 Uhr
Ausgerechnet während der heftigen Unwetter mit zahlreichen Polizei- und Feuerwehreinsätzen sind in der Nacht auf den 9. Juli die Notfallnummern ausgefallen. Ein St.Galler Kantonsrat sorgt sich nun darum, ob die Notrufannahme jederzeit gesichert ist.
Die Notfallnummern 112 und 117 waren am 9. Juli in mehreren Kantonen längere Zeit nicht wegen einer Störung der Festnetz-Telefonie nicht erreichbar. Ein St. Galler Kantonsrat will nun wissen, was die Regierung unternimmt, damit die Notrufannahme jederzeit gesichert ist. (Symbolbild)
© KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Die Notfallnummern 112 und 117 waren am 9. Juli in mehreren Kantonen längere Zeit nicht erreichbar, darunter auch in St. Gallen. Gemäss Swisscom hing der Ausfall mit einer Störung der Festnetz-Telefonie bei Geschäftskunden und Business-Nummern zusammen. Ähnliche kürzere Ausfälle traten bereits in der Vergangenheit mehrfach auf.

«Wenn bereits das erste Glied der Rettungskette nicht funktioniert, hat das weitreichende Auswirkungen und kann unter Umständen Leben kosten», schreibt Kantonsrat Jascha Müller (EVP, St. Gallen) in einer Einfachen Anfrage.

IP-Telefonie «unsicher»

Bereits an der Sicherheitsverbundübung (SVU) 2014 sei das Problem erkannt worden, betont der Kommandant der Milizfeuerwehr St.Gallen. «Mit dem Schlussbericht vom Mai 2015 war klar, dass die IP-Telefonie unsicher ist.»

Nun will Müller von der St.Galler Regierung wissen, was sie unternimmt, damit die Bevölkerung die Notrufzentralen jederzeit erreichen könne und welche Massnahmen zur Sicherung der Stromversorgung geplant seien.

Ausserdem fragt der EVP-Kantonsrat in seinem Vorstoss welche Empfehlungen aus dem Schlussbericht der SVU 2014 im Kanton bis heute umgesetzt wurden. Er will auch wissen, ob der Wirtschaft aufgezeigt worden sei, welche Auswirkungen und Folgen ein Stromausfall habe.

Quelle: sda
veröffentlicht: 2. August 2021 13:31
aktualisiert: 2. August 2021 13:31