St.Gallen

Bauern müssen künftig auf Bio umstellen – so will es die Stadt

29. Januar 2021, 07:56 Uhr
Ein Bauer melkt seine Kuh im Stall. (Symbolbild)
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Die Stadt St.Gallen schreibt ihren Bauern neu vor, wie sie wirtschaften müssen. In naher Zukunft muss auf Bio umgestellt werden, so die Vorschrift. Bauern stehen der Pflicht kritisch gegenüber.

Ohne chemischen Pestizide und möglichst tierfreundlich. So sollen die Bauern der Stadt St.Gallen künftig wirtschaften. Die politische Gemeinde hat es ihren sieben Betrieben zur Pflicht gemacht, in naher Zukunft nach den «Bio Suisse»-Richtlinien zu arbeiten, wie das «St.Galler Tagblatt» schreibt. Die Ortsbürgergemeinde mit 17 Betrieben setzt hingegen auf Unterstützungsleistungen im Bezug auf eine ökologischere Landwirtschaft.

Die Vorgabe der politischen Gemeinde sieht vor, dass die Bauern ihren Betrieb auf Bio umstellen, sobald es zu einem Pächter- oder Generationenwechsel kommt. Sprich: Die Bauern müssen ihren kompletten Betrieb umkrempeln. Es wird auf chemisch-synthetische Pestizide und Dünger verzichtet, 20 Prozent der Landwirtschaftsfläche müssen zu Biodiversitätsförderflächen umgestaltet werden. Mit der Pflicht will die Stadt ihrer Vorbildfunktion in Sachen Ökologie nachgehen.

Der St.Galler Bauer Beat Brülisauer sieht die Vorschrift kritisch. In den vergangenen Jahren hätten viele Betriebe bereits auf eine ökologische Produktion umgestellt. Das geschehe nicht von heute auf morgen. Erst zwei Jahre nach der Bio-Umstellung dürften Produkte auch mit Biolabel verkauft werden.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 29. Januar 2021 07:56
aktualisiert: 29. Januar 2021 07:56