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St.Gallen

Berit-Klinik führt Alkoholkurzzeittherapie am Spital Wattwil weiter

12. November 2021, 09:24 Uhr
Die langjährige Alkoholkurzzeittherapie PSA wird am Standort Wattwil bestehen bleiben: Der Verwaltungsrat der Spitalregion Fürstenland Toggenburg (SRFT) verzichtet auf die weitere Prüfung alternativer Standorte und unterstützt die Übernahme durch die Berit-Klinik.
Die Alkoholkurzzeittherapie PSA befindet sich seit über 30 Jahren in Wattwil.
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Die Alkoholkurzzeittherapie PSA am Spital Wattwil bietet seit über 30 Jahren Menschen mit Alkoholproblemen eine Therapiemöglichkeit in der Deutschschweiz. Mit dem Scheitern der geplanten GNP-Lösung am Standort Wattwil war der Weiterbestand dieses Angebots gefährdet, schreibt das «St.Galler Tagblatt». Daher hatte der Verwaltungsrat die SRFT damit beauftragt, Möglichkeiten zur Sicherung der Weiterführung der PSA zu prüfen. Das Ziel sei, dieses für die Betroffenen wichtige Angebot unterbruchslos aufrecht zu erhalten und den Mitarbeitenden eine nahtlose Anschlusslösung zu bieten.

Berit-Klinik hat Interesse an Übernahme bekundet

Wie es nun in einer Medienmitteilung der Verwaltungsräte der Spital- und Psychiatrieverbunde des Kantons St.Gallen heisst, hätten die Prüfungen ergeben, dass eine Verschiebung der PSA ans Spital Linth kaum rechtzeitig umsetzbar, eine Verlagerung ans Spital Wil hingegen möglich wäre. In der Zwischenzeit habe jedoch die Berit-Klinik im Zuge der Konkretisierung der Nachfolgelösung der Gemeinde Wattwil, verbunden mit ihrer Absicht das entsprechende Notfallzentrum zu betreiben, auch ihr Interesse an einer Übernahme der Alkoholkurzzeittherapie zur Weiterführung am Standort Wattwil bekannt gegeben. Die Privatklinik habe bei der Regierung einen entsprechenden Antrag auf Erteilen des Leistungsauftrages eingereicht.

Übergabe per 1. April 2022

Daher habe der Verwaltungsrat der SRFT nun entschieden, auf die Beantragung eines entsprechenden Leistungsauftrages für das Spital Wil zu verzichten und die PSA der Berit-Klinik per 1. April 2022 zu übergeben. «Zentral für uns ist, dass die Alkoholkurzzeittherapie weitergeführt werden kann und damit für die Patientinnen und Patienten, aber auch für die Mitarbeitenden eine nahtlose Anschlusslösung sichergestellt wird», sagt Verwaltungsratspräsident Felix Sennhauser. In den kommenden Wochen werden nun die Modalitäten der Übergabe mit der Berit-Klinik geklärt.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 12. November 2021 09:24
aktualisiert: 12. November 2021 09:24