Rheineck

Bernhardiner Michael muss sterben

8. November 2019, 07:51 Uhr
Der Entscheid des Stadtrats Rheineck ist gefallen: Einer der beiden Bernhardiner, die mehrmals ausgebüxt und auch zugebissen haben, wird eingeschläfert. Der zweite Hund soll fremdplatziert werden.

Keine leichte Aufgabe für die Stadt Rheineck: Mitte Oktober hatte der Stadtrat zwei Bernhardiner beschlagnahmt und darüber entscheiden, was mit den beiden Hunden passiert. Die Tiere leben eigentlich in Deutschland und hatten sich trotz eines Verbots im Kanton St.Gallen aufgehalten. In der Folge biss einer der Hunde beim China-Schiff in Gaissau zum wiederholten mal zu. Der Bernhardiner Michael fügte einer Angestellten des Restaurants schwere Verletzungen zu. 

Hundehalterin hat gegen Verfügung verstossen

Wie «tagblatt.ch» schreibt, empfahl das kantonale Veterinäramt Michael einschläfern zu lassen. Der Stadtradt Rheineck ist dieser Empfehlung nun gefolgt. Die Gemeinde hat zwar Verständnis für die Verzweiflung der Besitzerin, doch Urs Müller, Stadtpräsident von Rheineck, sagt gegenüber dem Tagblatt: «Stellen Sie sich einmal vor, ein Kindergarten-Kind wird durch den Biss schwer verletzt oder sogar getötet.» Müller betont auch: Die Halterin habe dadurch, dass sie mit ihren Hunden weiterhin den Kanton St.Gallen besucht habe, gegen eine Verfügung verstossen. 

Hunde haben gestörtes Aggressionsverhalten

Das Veterinäramt hat, unter Zuzug eines Experten, eine Verhaltensabklärung für den Bernhardiner vorgenommen. Im Bericht stehe, dass Michael mehrere Personen gravierend verletzt habe. Hunde, welche erwachsene Mensche als Beute betrachten, haben laut dem Bericht ein gestörtes Aggressionsverhalten. Der zweite Hund, Samuel, soll in andere Hände übergeben werden. 

Die Hundebesitzerin hat innert 14 Tagen Zeit, beim Gesundheitsdepartement des Kantons St.Gallen gegen den Entscheid Rekurs einzulegen. 

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 8. November 2019 06:43
aktualisiert: 8. November 2019 07:51