Anzeige
Prävention

Briefe und Verstärkung: Die Polizei ist parat für Halloween

27. Oktober 2021, 09:30 Uhr
Süssigkeiten sammeln, statt Sachen beschädigen. Verschiedene Ostschweizer Polizeieinheiten ergreifen Präventionsmassnahmen für Halloween. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt aber: Zumeist geht es an Halloween einigermassen friedlich zu und her.
Verkleidete Kinder sind für die Polizei kein Problem – solange sie keine Dinge beschädigen. (Symbolbild)
© Keystone

In der Halloweennacht vom 31. Oktober auf den 1. November werden mehr Polizeipatrouillen in der Ostschweiz unterwegs sein als in einer normalen Sonntagnacht. Die Kantonspolizei St.Gallen, die Kantonspolizei Thurgau sowie die Stadtpolizei St.Gallen und die Stadtpolizei Chur verstärken ihre Präsenz. Dies soll Sachbeschädigungen von Jugendlichen verhindern. «Der Geist von Halloween besteht nicht in der Zerstörung von fremdem Eigentum», schreibt Claudia Brunner, Mediensprecherin der Thurgauer Kantonspolizei, auf Anfrage von FM1Today.

«Jugendliche können ihr Leben kaputt machen»

Die Kantonspolizei St.Gallen versendet auch dieses Jahr wieder Briefe an die Schulleitungen von Oberstufen mit dem Hinweis, man solle die Eltern der Schülerinnen und Schüler auf Konsequenzen von Sachbeschädigungen aufmerksam machen. «Sachbeschädigungen haben finanzielle Auswirkungen auf die Jugendlichen und deren Eltern, diese können haftbar gemacht werden», sagt Mediensprecher Hanspeter Krüsi. «Wenn wir die Jugendlichen bei Sachbeschädigungen erwischen, wird ein Strafverfahren eröffnet und das kann ihnen unter Umständen ihr junges Leben kaputt machen.»

Im Kanton St.Gallen werden zudem Kioske und Tankstellenshops darauf hingewiesen, offene Augen zu haben, falls eine Gruppe von Jugendlichen grosse Mengen an Eiern, Mehl oder Rasierschaum kauft. In einem solchen Fall lohne es sich, mit den Jugendlichen das Gespräch zu suchen und Konsequenzen aufzuzeigen. «Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht», sagt Krüsi.

Halloween verläuft meistens ruhig

Auch die Stadtpolizei Chur hat in vergangenen Jahren Kontakt zu Schulen aufgenommen, aktuell hält sie dies aber nicht mehr für nötig. «In den letzten Jahren war es in Chur ruhiger und anständiger in der Halloweennacht», sagt Emil Gartmann, Abteilungsleiter Verkehrs- und Sicherheitspolizei. «Wir erhoffen uns auch dieses Jahr eine ruhige Nacht.» Der Tenor lautet bei allen angefragten Polizeistellen gleich: In den letzten Jahren sei es nur zu wenig Sachbeschädigungen an Halloween gekommen. Bei der Stadtpolizei St.Gallen gingen in den letzten Jahren jeweils zwischen fünf und zehn Meldungen ein.

Dass die Lage durch Corona zusätzlich angespannt sein könnte, hat man in Chur und im Kanton St.Gallen berücksichtigt. Man gehe aber nicht davon aus, dass dies zu mehr Sachbeschädigungen führe, da Halloween vor allem Jugendliche und nicht politische Personen anspreche.

(sar)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 27. Oktober 2021 07:21
aktualisiert: 27. Oktober 2021 09:30