Bahnausbau

Bund prüft Ausbau der Bahnlinie St.Gallen-Winterthur

5. August 2022, 08:11 Uhr
Mit den FV-Dosto-Zügen allein kommt nach nicht in unter einer Stunde von St.Gallen nach Zürich. Die Bahnstrecke muss ausgebaut werden. Der Kanton St.Gallen pocht seit Jahren auf eine Untersuchung – und bekommt diese jetzt.
Die neuen SBB-Doppelstockzüge schaffen die erhoffte Fahrzeitverkürzung in der Ostschweiz nicht. (Archivbild)
© Keystone

Mit dem Zug von St.Gallen nach Zürich in unter einer Stunde. Das war eigentlich das Ziel der SBB bis 2035. Dieses Vorhaben hat auch Einfluss auf den Regionalverkehr in der Ostschweiz. Denn in St.Gallen soll ein sogenannter Vollknoten mit deutlichen besseren Anschlüssen entstehen. Um die schnelleren Verbindungen zu erreichen, hatten die SBB eigentlich auf die Neigetechnik der neuen FV-Dosto-Doppelstockzüge setzen wollen.

Doch wie Anfang Juli bekannt wurde, funktioniert die Technik nicht wie gewünscht. Um die Fahrzeitverkürzung in der Ostschweiz dennoch zu schaffen, braucht es neue Trassen mit zusätzlichen Gleisen. Wie das «St.Galler Tagblatt» schreibt, startet das Bundesamt für Verkehr jetzt mit einer Studie. Der Kanton St.Gallen hatte diese unlängst gefordert. Jetzt, wo die FV-Dosto-Züge nicht wie geplant eingesetzt werden können, habe sich die Ausgangslage «wesentlich geändert». Erste Erkenntnisse zu nötigen Ausbauten sollen nächstes Jahr vorliegen. Wo genau die Strecke ausgebaut wird, ist offen.

(mle)

Quelle: St.Galler Tagblatt/Adrian Vögele
veröffentlicht: 5. August 2022 08:06
aktualisiert: 5. August 2022 08:11
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