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Chaoten wüten nach Wil in Winterthur

Laurien Gschwend, 6. Februar 2018, 16:27 Uhr
Nach den Testspielen am 27. Januar hatte es die Polizei mit Fan-Krawallen zu tun. (Symbolbild)
© Tagblatt/Benjamin Manser
Nach den Testspielen der Grasshoppers in Wil und des FC Zürich in Altach am Samstag, 27. Januar, hat die Winterthurer Stadtpolizei sechs gewalttätige Fussballfans festgenommen. Wie auch in Wil kam es in Winterthur zu Krawallen.

GC-Chaoten auf Schläger-Tour: Vor zehn Tagen wurden Anhänger des Zürcher Super-League-Vereins sowohl in Wil als auch in Winterthur handgreiflich. Nachdem die Grasshoppers gegen Wil und der FC St.Gallen gegen Lustenau getestet hatten, verprügelten rund ein Dutzend GC-Fans am Wiler Bahnhof einen oder mehrere Lustenauer. Eine Person blutete. Als die Polizei eintraf, hatten sich die Chaoten bereits verstreut. «Es konnte niemand mehr angehalten werden», sagte Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, Ende Januar gegenüber FM1Today.

14-Jährigen spitalreif geschlagen

Heute Dienstag wird bekannt: Auch in Winterthur verhielten sich Zürcher Fans am 27. Januar aggressiv. Bei zwei Schlägereien im zeitlichen Abstand von einer Stunde wurden vier Personen verletzt. Ein 14-Jähriger wurde so fest zusammengeschlagen, dass er mit mittelschweren Kopfverletzungen im Spital landete. Dies, nachdem er geäussert hatte, sich nicht für Fussball zu interessieren.

Die Stadtpolizei Winterthur hat sechs mutmassliche Täter zwischen 17 und 20 Jahren - allesamt Fans des FC Zürich oder der Grasshoppers - festgenommen. Der FC Zürich hatte an diesem Tag ein Testspiel in Altach gehabt. «Das Motiv der Auseinandersetzung dürften Fan-Rivalitäten sein», heisst es bei der Polizei. Die jungen Männer sind gegenüber der Polizei geständig und werden angezeigt.

Bezug zu Schlägerei in Wil?

Ob ein Zusammenhang zwischen den Ausschreitungen in Wil und Winterthur besteht, kann Michael Wirz, Mediensprecher der Winterthurer Stadtpolizei, nicht sagen. «Wir gehen aber davon aus, dass die Zürcher Fans auf dem Heimweg aus Wil und Altach waren.» Mithilfe von Befragungen wolle man unter anderem herausfinden, ob die gleichen Täter zugeschlagen haben.

Laurien Gschwend
Quelle: red.
veröffentlicht: 6. Februar 2018 16:24
aktualisiert: 6. Februar 2018 16:27