Cousin erschossen: Fall vor Gericht

Lara Abderhalden, 4. Juni 2018, 09:12 Uhr
Er ging davon aus, dass sein Cousin eine Affäre mit seiner verstorbenen Frau hatte, deshalb tötete ein 61-jähriger Mann vor zwei Jahren mitten in der Stadt St.Gallen seinen Cousin. Der Fall kommt nun vor Gericht.

Der 61-jährige Beschuldigte aus Sirnach ging am 12. Mai 2016 mit einer geladenen Waffe aus dem Haus. In St.Gallen passte er seinen Cousin morgens um 5 Uhr ab. Er trat mit der geladenen Waffe in der Webergasse hinter seinen Cousin. Aufgrund einer Ladehemmung löste sich der erste Schuss nicht. Der zweite traf jedoch den Kopf des Opfers. Dieses sackte zu Boden und starb. Der Beschuldigte warf die Tatwaffe anschliessend in ein Gebüsch.

Gemäss Aussagen des Beschuldigten, soll das Opfer ein sexuelles Verhältnis mit der im Juli 2015 verstorbenen Ehefrau gehabt haben, wird die Staatsanwaltschaft im Tagblatt zitiert. Was im Vorfeld des Tötungsdelikts genau passierte, ist nun Teil einer Gerichtsverhandlung, die am 3. Juli stattfinden wird. Der Mann muss sich vor dem Kreisgericht St.Gallen wegen Mordes, und mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz verantworten. Er hatte die Waffe illegal aus seinem Heimatland Kosovo in die Schweiz mitgenommen.

Die Staatsanwaltschaft fordert 18 Jahre Gefängnis.

Mehr zum Fall gibt es hier.

Lara Abderhalden
veröffentlicht: 4. Juni 2018 07:42
aktualisiert: 4. Juni 2018 09:12