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St.Gallen

Damann: «Wir setzen jetzt auf die Booster-Impfung»

St.Galler Tagblatt/Janina Gehrig, 20. November 2021, 13:59 Uhr
Der Kanton St.Gallen vermeldet immer mehr neue Coronafälle. Die Intensivstationen im Kanton sind dennoch kaum ausgelastet. Trotzdem könnte die Lage jederzeit kippen, sagt der Gesundheitschef Bruno Damann im Interview mit dem «St.Galler Tagblatt».
Der St.Galler Gesundheitschef Bruno Damann.
© St.Galler Tagblatt/Benjamin Manser

«Die Spitalauslastung ist schon jetzt viel tiefer, obwohl die Fallzahlen steigen und die Deltavariante viel ansteckender ist», sagt Damann gegenüber dem «St.Galler Tagblatt». Nur noch ein Prozent der Angesteckten kommt ins Spital, und nur noch 10 bis 15 Prozent von ihnen landen auf der Intensivstation. Es gebe weniger Todesfälle und in der Behandlung von Covid-19 habe man Fortschritte gemacht. «Problematisch ist, dass die Spitalauslastung erst mit bis zu 15-tägiger Verspätung auf steigende Fallzahlen reagiert. Natürlich kann es nochmals heikel werden.»

Damann möchte vermeiden, Geimpfte einzuschränken

Auf die Frage, ob es eine Impfpflicht oder eine 2-G-Regelung braucht, sagt Damann: «Wir müssen akzeptieren, dass nicht alle zum Impfen bereit sind.» Sobald weitere Massnahmen ergriffen werden müssen, welche die Geimpften einschränken, werde es kritisch. «Dann könnte es zu Protesten kommen.» Er könne eine gewisse Skepsis gegenüber der Impfung nachvollziehen. «Jeder soll selber entscheiden können.» Mehr Massnahmen brauche es erst, wenn die Anzahl der Covidpatienten in den Spitälern derart steige, dass diesen eine Überlastung droht.

Pflegende sollen schnell den Booster erhalten

Sobald die eidgenössische Impfkommission grünes Licht erteilt, werden alle geimpft, die das wünschen. «Wir setzen jetzt auf die Boosterimpfung. Sie ist vor allem in den Alters- und Pflegeheimen wichtig. Risikopersonen und Leute über 65 sollten diese unbedingt erhalten, damit sie nicht schwer erkranken.» Für Damann ist dabei wichtig, dass die Pflegenden die dritte Impfdosis bald erhalten.

Zum ganzen Interview geht es hier.

(red.)

St.Galler Tagblatt/Janina Gehrig
Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 20. November 2021 09:32
aktualisiert: 20. November 2021 13:59