Bierkonsum wächst

Dank Gastro: Schützengarten steigert Bier-Absatz

Lisa Pillinger, 27. November 2019, 08:58 Uhr
Schützengarten verkaufte im abgelaufenen Geschäftsjahr 1,2 Prozent mehr Getränke.
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Dieses Jahr war Hopfen und Malz nicht verloren, denn das diesjährige Wetter war für die Schweizer Brauereien ein Pluspunkt. Dass der Bierabsatz in der Schweiz nun zum zweiten Mal hintereinander wächst, ist die logische Folge.

Im Braujahr 2018/2019, das Ende September abgeschlossen wurde, ist der Bierabsatz in der Schweiz gestiegen. Abermals. «Auch wenn die Wettersituation sowohl im aktuellen als auch im Vorjahr optimal war, war das Geschäft im vorhergehenden Braujahr noch zusätzlich, durch Events im Zusammenhang mit der Fussball-Weltmeisterschaft, beflügelt worden», sagt Reto Preisig, Vorsitzender der Schützengarten-Geschäftsleitung. Obwohl es heuer keine solche Ereignisse wie die Fussball-WM gab, stieg der Konsum um ein Prozent an. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Bierkonsum betrug im abgelaufenen Braujahr etwas über 55 Litern. 

Vom Durstlöscher zum Genuss

Das Bier hat in den letzten zehn Jahren einen regelrechten Imagewandel durchlebt. Früher wurde das Bier eher als Männer- oder Arbeitergetränk abgetan. Heute wir die schweizerische Biervielfalt und die grosse Brauerei-Landschaft von mehr Biergeniesserinnen und Biergeniessern geschätzt. «Früher hat man auch grössere Limitierungen in der Produktion gehabt. Es musste draussen kalt sein, um überhaupt das Bier brauen zu können», erklärt Reto Preisig. Heutzutage könne man das ganze Jahr Bier brauen, da man Kältemaschinen habe.

Das Haus des Bieres

Die St.Galler Brauerei konnte im vergangenen Braujahr gar ein Absatzplus von 1,2 Prozent verzeichnen. Während das Geschäft im Detailhandel leicht einbüsste, konnte Schützengarten  in der Gastronomie zulegen.

Wohl nicht zuletzt dank des neuen Gastrobetriebes Brauwerk beim Bahnhof in St.Gallen. Diesen eröffnete Schützengarten im April dieses Jahres. Das Brauwerk ermöglicht der Brauerei mit neuen Sorten und Rohstoffen zu experimentieren. «Letztes Jahr im Dezember haben wir die ersten beiden Holzfässer befühlt und die speziellen Biere kamen bei den Konsumenten gut an», bilanziert Richard Reinart, Technischer Direktor. «Mittlerweile sind es 23 Holzfässer, der Ausbau eines solchen speziellen Bieres, kann bis zu zwei Jahren gehen», verrät Richard Reinart.

Das Jubiläumsbier gibt's auch weiterhin

Neu auf den Markt kam letztes Jahr unter anderem das «Sud 1779», welches zur Feier des 240-jährigen Jubiläums gebraut wurde. Das Wit-Bier konnte sich laut Schützengarten am Markt gut platzieren und bleibt deshalb auch im nächsten Jahr im Sortiment. 

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Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 26. November 2019 17:42
aktualisiert: 27. November 2019 08:58