National Summer Games

Das Olympische Feuer brennt in St.Gallen

17. Juni 2022, 20:43 Uhr
Während vier Tagen messen sich an den National Summer Games in St.Gallen Menschen mit verschiedenen Beeinträchtigungen in 15 Disziplininen. Nachdem am Donnerstag die grosse Eröffnungsfeier über die Bühne ging, standen am Freitag die ersten Wettkämpfe an.
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Quelle: tvo

Sie finden nur alle vier Jahre statt: die National Summer Games. Dieses Mal werden sie in St.Gallen ausgetragen. 1400 Athletinnen und Athleten mit Handicap aus der ganzen Schweiz und teils auch aus dem Ausland nehmen daran teil. Am Donnerstag wurden die Spiele feierlich im St.Galler Kybunpark eröffnet.

Hoher Besuch bei Eröffnung

Die Stimmung im Stadion war einzigartig. 7000 Zuschauer machten die Eröffnungszeremonie, bei der die Olympische Flamme entfacht wurde, zu einem Spektakel. Unter den Zuschauern war auch ein prominentes Gesicht zu finden: Jenes von Bundesrätin Viola Amherd. Die Sportministerin nahm sich Zeit, die Athletinnen und Athleten persönlich zu begrüssen. Gegenüber TVO betont Amherd die Wichtigkeit des Anlasses: «Wenn wir im Sport und auch in der Gesellschaft mehr Inklusion wollen, ist das eine gute Möglichkeit, darauf aufmerksam zu machen.»

Athleten sind begeistert – und wollen mehr

Nach der Feier hiess es für die Athleten, genug Schlaf zu tanken. Am Freitag standen unter anderem auf dem Olma-Areal die ersten Wettkämpfe auf dem Programm. Die Sportbegeisterung der Athletinnen und Athleten ist überall zu spüren. «Es gibt keinen Grund, warum ich mit Downsyndrom und Autismus nicht Tischtennis spielen kann», sagt beispielsweise Raphael Ammann, Athlet aus Zürich, gegenüber TVO. Doch die Sportlerinnen und Sportler hoffen auch auf nachhaltige Verbesserungen dank der Spiele. So sagt der Athlelt Sascha Meier gegenüber TVO: «Ich hoffe, dass es in St.Gallen weiterhin Inklusionsachen gibt, auch im Sport.» Er würde sich nächstes Jahr ein Meeting in St.Gallen wünschen.

Unterstützung von überall

Unterstützung erhalten die Athleten auch von sportlichen Überfliegern wie Skispringer Simon Amann. Der Toggenburger ist Botschafter von Special Olympics und bemüht sich um Inklusion im Schweizer Sport. «Es ist spannend, dass man sich so schwer tut, Athletinnen und Athleten mit Beeinträchtigungen zu inkludieren. Sie werden ein bisschen abgesondert. Da gibt es Handlungsbedarf», so der vierfache Olympiasieger gegenüber TVO.

Und auch hinter den Kulissen braucht es Unterstützung. 2000 Volunteers stehen für den Event im Einsatz. Diese tun es von Herzen. So sagt beispielsweise Orla Ann Meier, Helferin aus Zug: «Ich habe hier ganz tolle Menschen kennengelernt. Wie die Menschen hier miteinander umgehen – davon könnten sich viele etwas abschneiden.»

Die National Summer Games dauern noch bis am Sonntag. Bis dahin werden in 15 Disziplinen stolze Siegerinnen und Sieger gekürt.

(red.)

Quelle: TVO
veröffentlicht: 17. Juni 2022 20:46
aktualisiert: 17. Juni 2022 20:46
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