Flumserberg

Defekte Klemme sorgte für Sesselabsturz

9. Oktober 2020, 16:03 Uhr
Im Februar 2016 stürzte ein leerer Vierersessel am Flumserberg ab. (Archivbild)
© St.Galler Tagblatt/Ralph Ribi
Im Februar 2016 stürzte ein leerer Sessel des Sessellifts Stelli am Flumserberg herunter und verfehlte knapp die Piste. Es wurde niemand verletzt. Eine Untersuchung der Sust ergab nun, dass der Absturz auf eine defekte Klemme zurückzuführen ist.

Wegen eines technischen Defekts stürzte am 11. Februar 2016 ein leerer Vierersessel auf der Talfahrt zu Boden. «Eine Klemme hat beim Verlassen der Bergstation nicht richtig gegriffen. Durch die Vibrationen hat sich der Sessel vom Seil getrennt und ist zu Boden gefallen», sagte Heinrich Michel, Geschäftsführer der Bergbahnen Flumserberg, damals. Der Endbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) bestätigt nun die Unfallursache.

Falsche Stifte eingebaut

Der Absturz des Sessels sei auf ein Klemmversagen zurückzuführen, heisst es im Bericht. Zum Klemmversagen kam es, weil der Betreiber bei einer Revision nicht konforme Schwerspannstifte eingebaut hatte. Durch die falschen «Teile» in Kombination mit der mechanischen und witterungsbedingten Belastung konnte die Klemme schlussendlich nicht mehr schliessen. Bei einer Sessellift-Stütze wurde die Klemme aufgedrückt, sie löste sich vom Seil.

Instandhaltungsarbeiten wurden nicht wie vorgegeben durchgeführt

Der Schlussbericht sieht die Ursache beim Betreiber, dem nicht bewusst war, welche Schwerspannstifte verwendet werden mussten, sowie bei den falschen Schwerspannstiften. Hinzu kommen die Instandhaltungsarbeiten, welche nicht wie vorgegeben durchgeführt wurden und die Konstruktion der Klemme, bei der man den fehlerhaften Zustand nicht erkennen konnte.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 9. Oktober 2020 16:03
aktualisiert: 9. Oktober 2020 16:03